Mit einer Vollbrücke II kann nur die Biegedehnung gemessen werden.



In der folgenden Abbildung sehen Sie, wie Dehnungsmessstreifen zur Messung der Biegedehnung in eine Vollbrücke des Typs II eingeschaltet werden.



Vollbrücken des Typs II haben folgende Merkmale:
  • Vier aktive Dehnungsmesser. Zwei sind in Richtung der Biegedehnung angebracht, und zwar einer auf der Oberseite des Messobjekts und der andere an der Unterseite. Die anderen zwei dienen zum Temperaturausgleich und sind quer zur Dehnungsrichtung angebracht, und zwar einer auf der Oberseite des Messobjekts und einer auf der Unterseite.
  • Keine Messung der Längsdehnung möglich
  • Temperaturausgleich
  • Ausgleich der Faktoren, die von der Querdehnzahl des Materials herrühren.
  • Ausgleich des Leitungswiderstands
  • Die Empfindlichkeit bei 1000 µε beträgt ~ 1,3 mVA / UE.

Schaltbild der Vollbrücke II



Das Schaltbild enthält folgende Symbole:
  • R1 ist das aktive Messelement zur Ermittlung der Querkontraktion (–ε).
  • R2 ist das aktive Messelement zur Ermittlung der Querdehnung (+ε).
  • R3 ist das aktive Messelement für die Stauchung (–ε).
  • R4 ist das aktive Messelement zur Ermittlung der Dehnung (+ε).
  • UE ist die Eingangsspannung.
  • RL ist der Leitungswiderstand.
  • UA ist die Ausgangsspannung.

Mit Hilfe der folgenden Gleichung wird ein Spannungsverhältnis für Konfigurationen des Typs Vollbrücke II in Dehnung umgerechnet:



wobei Ur das Spannungsverhältnis ist, anhand dessen die Spannung für die virtuellen Kanäle in Dehnung umgerechnet wird, "DF" der Dehnungsfaktor und v die Querdehnzahl.