Softwareoptionen für das Entwickeln von Embedded-Systemen in C/C++

Überblick

Entwickler bedienen sich seit jeher Programmiersprachen wie C, um Embedded-Systeme auf Basis von Mikroprozessor- oder Mikrocontroller-Architekturen zu entwerfen. Aufgrund der Beliebtheit von C steht eine große Auswahl von Werkzeugen wie Bibliotheken, Compiler und Betriebssysteme dafür zur Verfügung. FPGAs (Field-Programmable Gate Arrays) sind eine neuere Technologie im Embedded-Bereich. Mit ihrer Hilfe lässt sich mit Hardwarebeschreibungssprachen rekonfigurierbare digitale Logik erstellen. Allerdings erfordern diese Hardwarebeschreibungssprachen zur Repräsentation der Hardware und zum Ausnutzen der leistungsstarken Parallelität digitaler Schaltungen eine ganz andere Semantik, als Softwareentwickler gewohnt sind. Entwickler von Embedded-Software profitieren vom Einsatz von FPGAs, indem sie Entwicklungsumgebungen für FPGAs bereitstellen, die für Softwareentwickler vertraute Programmierkonstrukte bieten.

Entwickler von Embedded-Systemen, die mit Hardware von NI arbeiten, können aus verschiedenen Programmiersprachen und -werkzeugen wählen. In diesem Dokument erfahren Sie mehr über die Programmierung von Embedded-Systemen mit NI-Produkten. Außerdem stellen wir Ihnen die nötigen Softwarewerkzeuge zum Download bereit.

Inhalt

Einführung in die Architektur von NI-Embedded-Systemen

Die rekonfigurierbare I/O-Plattform (RIO) von NI besteht aus zwei programmierbaren Zielgeräten: einem Mikroprozessor mit Echtzeitbetriebssystem und einem FPGA. Dadurch kann Code zwischen beiden aufgeteilt werden, je nachdem, wie kritisch der einzelne Task ist.

Abb. 1: Architektur von NI-Embedded-Hardware

Rekonfigurierbare NI-Hardware

Die Einführung von FPGAs bei der Entwicklung von Embedded-Systemen macht es möglich, leistungsstarke digitale Logik ohne anwenderdefiniertes ASIC-Design zu erstellen. Bisher wurden FPGAs mithilfe textbasierter Hardwarebeschreibungssprachen wie VHDL oder Verilog entwickelt, die von Experten für digitale Entwicklung geschrieben werden. Die anspruchsvolle Semantik dieser Hardwarebeschreibungssprachen erschwert es Anwendern allerdings, die Möglichkeiten des FPGA-Designs voll auszuschöpfen. Dies zeigt sich in den Versuchen der Embedded-Branche, höhere Abstraktionsebenen für das FPGA-Design zu finden, wie etwa Synthesewerkzeuge oder grafische Programmiersprachen wie G in LabVIEW FPGA.

Abb. 2: Softwarearchitektur von NI-Embedded-Systemen

 

Architektur von NI-Embedded-Software

Echtzeitbetriebssystem: Das Echtzeitbetriebssystem bietet die Flexibilität, den Embedded-Prozessor mit LabVIEW Real-Time, C/C++, textbasierter Mathematik oder einer Kombination daraus zu programmieren. Dabei stehen mehrere Softwarearchitekturen zur Auswahl, sodass bestehender Quellcode aus bisherigen Projekten integriert werden kann. Gleichzeitig profitieren Anwender von den LabVIEW-Funktionen und sparen Entwicklungszeit.

FPGA: LabVIEW ist eine vollständige Programmiersprache, sodass Anwender, die mit herkömmlichen textbasierten Programmiersprachen wie C vertraut sind, auch mit dieser Umgebung umgehen und gleichzeitig von neuer Hardware, dem FPGA, profitieren können.

 

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Auswahl einer NI-Embedded-Hardwareplattform

Die NI-RIO-Hardware ist die ideale Standardplattform zur Lösung anspruchsvoller Steuer-, Regel- und Überwachungsaufgaben. Der plattformbasierte Ansatz von NI erlaubt kleinen Entwicklerteams das Erstellen innovativer Embedded-Systeme, ohne dass zusätzliche Entwicklungszeit oder Kosten für benutzerdefinierte Designs aufgewendet werden müssen.

CompactRIO

Die Plattform NI CompactRIO ist ein kostengünstiges rekonfigurierbares Embedded-System für Anwendungen, die hohe Leistung und Zuverlässigkeit erfordern. Das System bietet eine offene Embedded-Architektur bei gleichzeitig kompakter Größe und extrem hoher Robustheit. Des Weiteren können industrietaugliche I/O-Module im laufenden Betrieb ausgetauscht werden. Mit seinem Gehäuse ist das Embedded-System ausreichend robust für den Einsatz in Industrieumgebungen. NI Single-Board RIO besitzt dieselbe Architektur wie CompactRIO, allerdings ohne Gehäuse.

PXI- oder PC-basiert

Bei PXI handelt es sich um eine robuste PC-basierte Plattform für Mess- und Automatisierungssysteme. PXI kombiniert die Leistungsmerkmale des elektrischen Bussystems PCI mit den modularen CompactPCI-Chassis im Europakarten-Format und umfasst zudem für die Synchronisation konzipierte Busse und spezielle Softwarefunktionen. PXI dient als leistungsstarke sowie kostengünstige Zielplattform in der Produktionsprüfung und Maschinenüberwachung sowie bei industriellen Prüfanwendungen und wird darüber hinaus in den Bereichen Luft- und Raumfahrt sowie im Automobilbereich eingesetzt. Der offene Industriestandard PXI wurde im Jahr 1997 entwickelt, 1998 auf den Markt gebracht und obliegt heute der PXI Systems Alliance (PXISA).

 

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LabVIEW für die FPGA-Entwicklung

LabVIEW eignet sich insbesondere für die Programmierung von FPGAs, da es parallele Ausführung und Datenflussprogrammierung ermöglicht. Mithilfe des LabVIEW FPGA Module können Anwender mit Kenntnissen in C innerhalb ihrer Entwürfe FPGAs nutzen, ohne sich erst mit der Hardwareentwicklung auseinandersetzen zu müssen. Die C-Schnittstelle für LabVIEW FPGA bietet eine Kommunikationsschicht zwischen dem FPGA und der Echtzeitanwendung für die I/O-Steuerung und das Datenstreaming. Mit dieser Schnittstelle lassen sich grafische Werkzeuge für die FPGA-Programmierung einsetzen. Innerhalb des Systems kann der Prozessor entweder mit LabVIEW oder mit C/C++ programmiert werden.

Mit dem LabVIEW FPGA Module lässt sich benutzerdefinierte Hardware für Mess-, Steuer- und Regelanwendungen erstellen, ohne dass Low-Level-Hardwarebeschreibungssprachen (z. B. VHDL oder Verilog) oder Schaltungsdesign auf Hardwareebene erforderlich wären. Die benutzerdefinierte Hardware kann für individuelle Timing- und Triggerfunktionen, Hochgeschwindigkeitsregelung, Anbindung an digitale Protokolle, Verarbeitung digitaler Signale sowie viele weitere Anwendungen eingesetzt werden, die zuverlässige Hardware mit hoher Verarbeitungsgeschwindigkeit bei gleichzeitig hartem Determinismus erfordern.

Informationsmaterial zu LabVIEW FPGA

» Tutorium: Einführung in die FPGA-Technologie: Die 5 größten Vorteile
» Tutorium: Erste Schritte mit LabVIEW FPGA
» Download: Evaluierungsversion des LabVIEW FPGA Module

Abb. 3: Zeitgesteuerte Schleifen in LabVIEW FPGA

 

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Entwickeln von Echtzeitanwendungen mit C/C++

Bevor sie sich für eine der verfügbaren Softwarearchitekturen entscheiden, sollten Programmierer ihre Projektanforderungen eruieren, um bei der Softwareentwicklung den optimalen Erfolg zu erzielen. Dabei sollten technische Anforderungen wie die erwartete Softwareleistung, aber auch wirtschaftliche Aspekte wie Zeitvorgaben, Wiederverwendung bestehenden Codes und die Programmiererfahrung des Teams, berücksichtigt werden.

So müssen etwa Systementwickler entscheiden, wie sie sich die Produktivitätsvorteile von LabVIEW bei der Echtzeitprogrammierung am besten zunutze machen und gleichzeitig bestehenden Programmcode aus C/C++ integrieren. Eine Lösung wäre das Aufrufen von Bibliotheken in C oder C++ aus LabVIEW mithilfe der in LabVIEW inhärenten parallelen Planung von Threads. Designer sparen sich durch diesen Ansatz weiteren Entwicklungsaufwand, indem sie die integrierten LabVIEW-Funktionen zur Signalverarbeitung oder *.m-Algorithmen mit dem LabVIEW MathScript RT Module nutzen. Alternativ können Programmierer gänzlich in C oder C++ geschriebene Anwendungen mithilfe integrierter Entwicklungsumgebungen wie Eclipse erstellen, debuggen und auf dem Prozessor ausführen. Auch dabei profitieren sie von den Vorteilen von LabVIEW für die FPGA-Programmierung.

Diese vier grundlegenden Entwurfsmuster sind möglich:

Abb. 4: Architekturen für das Entwickeln von Embedded-Systemen in C/C++

 

LabVIEW für Echzeit- und FPGA-Anwendungen

Dieser Ansatz vereinfacht den Entwicklungsprozess, da Programmierer dieselbe LabVIEW-Programmierumgebung und -sprache sowohl für die Echzeitanwendung als auch den FPGA-Code nutzen können. Ermöglicht wird dies durch das LabVIEW Real-Time und das LabVIEW FPGA Module. LabVIEW ermöglicht darüber hinaus die Verwendung der RIO Scan Engine, die jedes I/O-Modul direkt in LabVIEW Real-Time anzeigt, ohne dass der FPGA programmiert werden muss.

 

Aufrufen von Bibliotheken oder Anwendungen in C/C++ aus LabVIEW

Wird LabVIEW zum Programmieren der zentralen Echtzeitanwendung genutzt, profitieren Entwickler von den integrierten Signalverarbeitungsfunktionen und der Netzwerkkommunikation. Darüber hinaus organisiert LabVIEW unabhängige Codeabschnitte automatisch parallel, sodass Programmierer mehrere Threads nicht manuell verwalten müssen. Sie können aber bestehenden Code in C oder C++ wiederverwenden, indem sie C/C++-DLLs aus LabVIEW heraus aufrufen oder Anwendungen in C/C++ parallel mit der LabVIEW-Real-Time-Anwendung ausführen. Für die Integration einer C/C++-DLL und die Kommunikation mit einer externen Anwendung stehen mehrere Implementierungen zur Verfügung:

    • Knoten zum Aufruf externer Bibliotheken: Mit dieser Funktion wird eine C/C++-DLL oder Linux-Bibliothek direkt aus LabVIEW aufgerufen. Durch die Konfiguration des Knotens zum Aufruf externer Bibliotheken werden die Bibliothek, die Funktion, die Parameter, der Ausgangswert des Knotens, die Aufrufkonventionen und die Funktions-Callbacks festgelegt. LabVIEW-Datentypen können als Eingangsparameter an die C/C++-Bibliotheksfunktion übergeben und als Ausgangsparameter zurückgegeben werden.
    • DLL-Importassistent : Dieses Werkzeug erzeugt eine LabVIEW-Projektbibliothek mit Wrapper-VIs für Funktionen in einer DLL, sodass diese Funktionen einfacher und ohne Konfiguration des Knotens zum Aufruf externer Bibliotheken bei jedem Gebrauch verwendet werden können.
    • VI „Systembefehl ausführen“: Mit dieser Funktion lassen sich andere Befehlszeilenanwendungen oder Linux-Skriptdateien vom LabVIEW-Code ausführen. Im Befehls-String können alle Parameter enthalten sein, die der Ausführungsbefehl unterstützt. Diese Funktion wird nur von NI Linux Real-Time unterstützt.
    • Localhost-Kommunikation: Über TCP/IP-Funktionen des Localhost, die Daten hin und her übertragen, können auch parallele Programme miteinander kommunizieren.

Erfahren Sie im Abschnitt Entwicklungswerkzeuge für C/C++, welche C/C++-Werkzeuge Sie benötigen, um Ihren C/C++-Code für NI-Embedded-Hardware zu kompilieren.

Hinweise: Einige dieser Architekturen werden nur von NI Linux Real-Time unterstützt. Die Ausführung einer Anwendung parallel mit einer LabVIEW-Real-Time-Anwendung oder die Verwendung des VIs „Systembefehl ausführen“ ist nur auf Embedded-Zielgeräten mit NI Linux Real-Time möglich.

 

Aufrufen von LabVIEW-Bibliotheken aus einer Echtzeitanwendung in C/C++

Falls die zentrale Anwendung in C oder C++ geschrieben wurde, können Sie zur Signalverarbeitung trotzdem die LabVIEW-Analysefunktionen nutzen. Dazu erstellen Sie eine LabVIEW-DLL und rufen sie aus dem C/C++-Code auf.

» Erfahren Sie alles über das Erstellen einer LabVIEW-DLL für externe Anwendungen.

Um Konflikte bei der Datenübertragung an den FPGA und dessen Steuerung zu vermeiden, öffnen Sie eine einzelne Referenz auf den FPGA entweder im LabVIEW- oder im C/C++-Code. In diesem Entwurfsmuster werden Steuerung des und Datentransfer an den FPGA mithilfe der C-Schnittstelle für LabVIEW FPGA vom C/C++-Programm übernommen (s. Abschnitt 4). Der Abschnitt Entwicklungswerkzeuge für C/C++ beschreibt das Kompilieren von C/C++-Code für Embedded-Hardware von NI und unterstützt Sie bei der Auswahl der passenden C/C++-Werkzeugkette für Ihre Hardware.

 

Echtzeitanwendung in C/C++

Anwendungen, die komplett in C oder C++ geschrieben wurden, können auch mithilfe von Eclipse oder einer anderen IDE entwickelt werden. Auch das Debugging und Ausführen auf dem offenen Embedded-Prozessor sind möglich. So profitieren Sie gleichzeitig von den Vorteilen der FPGA-Programmierung mit LabVIEW. Die C-Schnittstelle zu LabVIEW FPGA bietet eine Kommunikationsschicht zwischen dem FPGA und der Echtzeitanwendung für die I/O-Steuerung und das Datenstreaming. Dadurch steht eine Benutzeroberfläche für den Zugriff auf Bedien- und Anzeigeelemente für den FPGA, DMA-FIFOs, Interrupts und Arrays zur Verfügung.

Für alle NI-Embedded-Produkte sind kompatible C/C++-Compiler und -Werkzeugketten verfügbar. Im Abschnitt Entwicklungswerkzeuge für C/C++ weiter unten finden Sie die passende C/C++-Werkzeugkette sowie Tutorien zur NI-Embedded-Hardware.

 

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Verwenden der C-Schnittstelle zu LabVIEW FPGA

Die C-Schnittstelle zu LabVIEW FPGA erleichtert es Anwendern von C/C++, LabVIEW FPGA und Embedded-Hardware von NI für Anwendungen im Bereich Embedded-Steuerung, -Regelung und -Erfassung zu nutzen. Mit der C-Schnittstelle zu LabVIEW FPGA können Entwickler den FPGA in der NI-Hardware mit den grafischen LabVIEW-Werkzeugen und das Echtzeitbetriebssystem mit C/C++-Werkzeugen programmieren, z. B. mit Eclipse, Wind River Workbench oder GNU Compiler Collection (GCC).

Die C-Schnittstelle zu LabVIEW FPGA steht unter ni.com/downloads kostenfrei zum Download bereit. Die Schnittstelle bietet eine Kommunikationsschicht zwischen dem FPGA und der Echtzeitanwendung für die I/O-Steuerung und das Datenstreaming. Nachdem der LabVIEW-FPGA-Code entwickelt ist, wird eine Header-Datei generiert, die C-Referenzen zu FPGA-Bedien- und -Anzeigeelementen, DMA-FIFOs, Interrupts und Arrays bereitstellt. Die C-Schnittstelle zu LabVIEW FPGA bietet keine Schnittstelle zur RIO-Scan-Engine.

Die folgende Anleitung beschreibt den Entwicklungsprozess:

  1. Entwickeln und kompilieren Sie Ihr LabVIEW-FPGA-VI. Dadurch wird eine Bitdatei erzeugt.
  2. Starten Sie den C-zu-LabVIEW-FPGA-Schnittstellengenerator. Basierend auf der Bitdatei wird jetzt eine C-Header-Datei erzeugt.
  3. Fügen Sie die Header-Datei in Ihre C/C++-Anwendung ein.
  4. Erstellen Sie die Anwendung und implementieren Sie sie auf dem Embedded-Zielsystem.

 

Ressourcen für die C-Schnittstelle zu LabVIEW FPGA

» Download: C-Schnittstelle zu LabVIEW FPGA
» Benutzerhandbuch: Hilfe zur C-Schnittstelle zu LabVIEW FGPA

 

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Entwicklungswerkzeuge für CompactRIO in C/C++

Die CompactRIO-Embedded-Systeme umfassen stets die neuesten Technologien von Embedded-Prozessoren und Echtzeitbetriebssystemen und werden deshalb von der Industrie gut angenommen. Die RIO-Produktfamilie (rekonfigurierbare I/O) umfasst x86- und PowerPC-Prozessoren sowie seit Neuestem ARM-basierte Systeme. Diese Produkte sind mit einer Reihe von C/C++-Compilern und -Werkzeugketten kompatibel. Welche Prozessortechnologie von Ihrer Embedded-Hardware unterstützt wird, erfahren Sie hier. Beachten Sie dazu auch Abbildung 5.


Abb. 5: Entwicklungswerkzeuge für CompactRIO in C/C++

 

NI Linux Real-Time auf ARM-Prozessoren


Bei NI Linux Real-Time handelt es sich um ein LInux-basiertes Echtzeitbetriebssystem. Die zugrunde liegende Technologie gestaltet die CompactRIO-Plattform noch offener und gewährt Ihnen den Zugang zur umfangreichen Bibliothek von Linux-Anwendungen und -IP aus der Community, die parallel zum LabVIEW-Code laufen kann. Darüber hinaus ermöglicht Linux eine einfachere Portierbarkeit von bestehendem C/C++-Code und Entwickler können Eclipse bzw. ihre bevorzugte IDE verwenden, um Code zu entwickeln, zu debuggen und auf dem CompactRIO-Zielsystem einzusetzen.

Mehr über CompactRIO-Systeme basierend auf NI Linux Real-Time


Erforderliche Software
  1. Echtzeitbetriebssystem – mindestens eines der folgenden:
    1. LabVIEW Real-Time Module
    2. Eclipse (enthält GNU/Linux für ARM-Compiler)
    3. GNU/Linux-Compiler:
      • GNU-C/C++-Compiler für ARMv7 Linux (Linux-Host)
      • GNU-C/C++-Compiler für ARMv7 Linux (Windows-Host)
      • GNU-C/C++-Compiler für x64 Linux (Linux-Host)
      • GNU-C/C++-Compiler für x64 Linux (Windows-Host)
  2. Kommunikationsschicht zwischen FPGA und Echtzeitbetriebssystem –C-Schnittstelle zu LabVIEW FPGA (ab Version 13.0)
  3. FPGA-Entwicklung – alle folgenden sind erforderlich:
    1. LabVIEW (Full oder höher)
    2. LabVIEW FPGA Module
    3. Gerätetreiber NI-RIO (ab Version 2013)

Ressourcen für Entwickler

» Tutorium: Erste Schritte mit C/C++ Development Tools für NI Linux Real-Time, Eclipse Edition
» Tutorium: Integrieren von C-Code mit LabVIEW auf einem CompactRIO-System unter NI Linux Real-Time
» Beispiel: FPGA Interface C API Example for NI Linux Real-Time and Eclipse
» Anwendergruppe: NI Linux Real-Time Community

 

Echtzeitbetriebssystem von VxWorks mit PowerPC-Prozessor


Die PowerPC-Versionen von CompactRIO und Single-Board RIO sind mit dem Echtzeitbetriebssystem VxWorks von Wind River ausgestattet. Binärdateien können mit jeder Werkzeugkette erstellt werden, die auf die PowerPC-PPC603-Architektur kompiliert und mit den VxWorks-Standardbibliotheken verknüpft werden kann. NI empfiehlt zum Entwickeln von Binärdateien für VxWorks die Workbench von Wind River, da diese erweiterte Debugging-Funktionen, eine umfassende Entwicklungsumgebung sowie technischen Support bereitstellt.


Erforderliche Software
  1. Echtzeitbetriebssystem – mindestens eines der folgenden:
    1. LabVIEW Real-Time Module
    2. GCC
    3. Wind River Workbench
  2. Kommunikationsschicht zwischen FPGA und Echtzeitbetriebssystem – C-Schnittstelle zu LabVIEW FPGA
  3. FPGA-Entwicklung – alle folgenden sind erforderlich:
    1. LabVIEW (Full oder höher)
    2. LabVIEW FPGA Module
    3. Gerätetreiber NI-RIO

Ressourcen für Entwickler

» Tutorium: The Definitive Guide: Programming NI VxWorks Real-Time Controllers in C/C++
» Tutorium: Entwickeln von DLLs für cRIO-901x und andere VxWorks-Zielsysteme

 

Echtzeitbetriebssystem Phar Lap auf x86


Die x86-Versionen der CompactRIO-Hardware führen das Echtzeitbetriebssystem Phar Lap aus. NI hat die Verwendung von Compilern basierend auf Visual C++ 2003 und 2008 zum Erstellen von C/C++-Binärdateien auf dieser Serie von Embedded-Zielsystemen getestet.


Erforderliche Software
  1. Echtzeitbetriebssystem – mindestens eines der folgenden:
    1. LabVIEW Real-Time Module
    2. Visual C++
  2. Kommunikationsschicht zwischen FPGA und Echtzeitbetriebssystem – C-Schnittstelle zu LabVIEW FPGA
  3. FPGA-Entwicklung – alle folgenden sind erforderlich:
    1. LabVIEW (Full oder höher)
    2. LabVIEW FPGA Module
    3. Gerätetreiber NI-RIO

 

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Entwicklungswerkzeuge für C/C++ bei PXI- und PC-basierten Systemen

PXI-Hardware enthält keinen direkt integrierten FPGA. Die Plattform ist umfassend konfigurierbar, sodass Anwender die jeweils zu Ihrer Anwendung passenden Chassis, Controller und Module zusammenstellen können. Zur Auswahl stehen zahlreiche FPGA-basierte PXI-Module der R-Serie neben hunderten weiteren PXI-Hardwaremodulen, die beim Entwurf von Systemen optimale Flexibiliät ermöglichen.

NI bietet außerdem NI LabWindows™/CVI, eine ANSI-C-Entwicklungsumgebung, um die Entwicklung x86-basierter PXI- und PC-basierter Embedded-Systeme zu vereinfachen. LabWindows/CVI enthält keinen Compiler für C++ oder Bibliotheken. C++-Entwickler können zum Erstellen von Anwendungen für PXI oder PC ihre bevorzugten Entwicklungsumgebungen nutzen.

Abb. 7: Entwicklungswerkzeuge für C/C++ bei PXI- und PC-basierten Systemen

LabWindows/CVI unterstützt Anwender dabei, ihre Entwicklungszeit zu verkürzen. Dies geschieht mithilfe integrierter Treiber-APIs, I/O-Konfigurationsassistenten, Mess- und Analysebibliotheken sowie Werkzeugen zur umfangreichen Fehlersuche sowie Codeoptimierung.

Entwickler können in LabWindows/CVI vorhandenen C-Quellcode wiederverwenden und diesen mithilfe des LabWindows/CVI Real-Time Module auf einem dezentralen Echtzeitziel einsetzen und debuggen, ohne die integrierte Entwicklungsumgebung verlassen zu müssen. NI bietet leistungsstarke und intuitive APIs für alle PXI- und PC-Module sowie die C-Schnittstelle zu LabVIEW FPGA, sodass I/O-Steuerung und Datenstreaming zwischen der Echtzeitanwendung und FPGA-Hardware erfolgen können.


Erforderliche Software
  1. Echtzeitbetriebssystem – mindestens eines der folgenden:
    1. LabVIEW und LabVIEW Real-Time Module
    2. LabWindows/CVI und LabWindows/CVI Real-Time Module
  2. Windows –LabVIEW, LabWindows/CVI für ANSI C oder andere Entwicklungsumgebungen für C/C++
Zusätzlich erforderliche Software beim Einsatz von PXI-basierter FPGA-Hardware der R-Serie
  1. Kommunikationsschicht zwischen FPGA und Echtzeitbetriebssystem – C-Schnittstelle zu LabVIEW FPGA
  2. FPGA-Entwicklung – LabVIEW FPGA Module

Ressourcen für Entwickler

» Produktseite: Mehr über LabWindows/CVI
» Tutorium: Erstellen einer Host-Anwendung mit FPGA-Schnittstelle der R-Serie in LabWindows/CVI
» Download: Evaluierungsversion der Entwicklungsumgebung LabWindows/CVI

 

The mark LabWindows is used under a license from Microsoft Corporation. Windows is a registered trademark of Microsoft Corporation in the United States and other countries.

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