Klicken Sie zur Anzeige dieses Dialogfelds den Eingangsknoten einer zeitgesteuerten Sequenzstruktur doppelt oder mit der rechten Maustaste an und wählen Sie aus dem Kontextmenü die Option Eingangsknoten konfigurieren aus.

In diesem Dialogfeld können Sie detaillierte Einstellungen wie die Timing-Quelle, Priorität vornehmen und finden andere fortgeschrittene Optionen zur Ausführung einer zeitgesteuerten Sequenzstruktur.

Mit Hilfe des Dialogfelds Timing für nächsten Rahmen können Einstellungen für den nächsten Rahmen der Struktur vorgenommen werden.

Das Dialogfeld enthält folgende Komponenten:

Option Beschreibung
Sequenz-Timing-Quelle / Trigger Gibt Namen und Typ der Timing-Quelle für die zeitgesteuerte Sequenzstruktur an. Es werden folgende Einstellungen angezeigt:
  • Auswahl einer internen Timing-Quelle—Legt die interne Timing-Quelle aus dem Listenfeld Quellentyp für die Steuerung der zeitgesteuerten Struktur fest.
    • Quellentyp

      Gibt die interne Timing-Quelle zur Steuerung der zeitgesteuerten Struktur an. Zusätzlich zu den internen Timing-Quellen enthält die Liste alle Timing-Quellen, die im System konfiguriert wurden.

      • 1-kHz-Takt—Stellt den 1-kHz-Takt des Betriebssystems ein. Bei einem 1-kHz-Takt kann eine zeitgesteuerte Struktur eine Iteration pro Millisekunde ausführen. Ein 1-kHz-Takt ist auf allen LabVIEW-Plattformen möglich, auf denen zeitgesteuerte Strukturen ausgeführt werden können.
      • 1-MHz-Takt—Wählt den 1-MHz-Takt aus, der von Real-Time-Zielsystemen mit Intel Pentium III (oder höher) oder gleichwertigen Prozessoren unterstützt wird. Bei einem 1-MHz-Takt kann eine zeitgesteuerte Struktur eine Iteration pro Mikrosekunde ausführen.
        Hinweis Für diese Option muss das LabVIEW Real-Time Module installiert und im Projekt-Explorer muss unter "Real-Time-Zielsystem" ein VI erstellt werden.
      • 1-kHz <absolute Zeit>—Stellt den 1-kHz-Takt des Betriebssystems ein. Bei Auswahl dieser Timing-Quelle werden in zeitgesteuerten Strukturen für alle Ein- und Ausgänge für Start- und Endzeiten Zeitstempel verwendet. Mit Hilfe einer absoluten Timing-Quelle können Sie ein bestimmtes Datum und eine Zeit für den Beginn der Ausführung festlegen.
      • 1-MHz <absolute Zeit>—Wählt den 1-MHz-Takt aus, der von Real-Time-Zielsystemen mit Intel Pentium III (oder höher) oder gleichwertigen Prozessoren unterstützt wird. Bei Auswahl dieser Timing-Quelle werden in zeitgesteuerten Strukturen für alle Ein- und Ausgänge für Start- und Endzeiten Zeitstempel verwendet. Mit Hilfe einer absoluten Timing-Quelle können Sie ein bestimmtes Datum und eine Zeit für den Beginn der Ausführung festlegen.
      • Mit Scan-Engine synchronisieren—Synchronisiert die zeitgesteuerte Struktur mit der NI Scan Engine. Bei Verwendung dieser Taktquelle wird die zeitgesteuerte Struktur am Ende jedes Scans ausgeführt. Die Zeit zwischen Iterationen entspricht der Einstellung Scan-Periode, die auf der Seite Scan-Engine vorgenommen wird. Diese Option ist nur auf Systemen verfügbar, auf denen die NI Scan Engine unterstützt wird.
      • 1 kHz <bei Strukturstart zurücksetzen>—Wählt den 1-kHz-Takt und setzt ihn beim ersten Aufruf jedes Aufrufs der Struktur zurück.
      • 1 MHz <bei Strukturstart zurücksetzen>—Wählt den 1-MHz-Takt und setzt ihn beim ersten Aufruf jedes Aufrufs der Struktur zurück.
    • Quellenname

      Gibt den Namen des Taktgebers an.

      Wenn zum Beispiel der gleiche Quellenname in zwei verschiedenen zeitgesteuerten Strukturen angegeben wird, verwenden beide denselben Taktgeber.
      Hinweis Durch Verwendung derselben Timing-Quelle wird gewährleistet, dass die zeitgesteuerten Schleifen gleichphasig ablaufen, wobei die Schleifen nicht unbedingt gleichzeitig starten müssen. Sie können mit dem VI Start zeitgesteuerter Strukturen synchronisieren.
Timing-Quelle des Rahmens

Legt die Optionen für die Timing-Quelle der Rahmen fest.

  • Timing-Quelle der Sequenz verwenden

    Legt die Timing-Quelle der Struktur als Timing-Quelle für die Rahmen fest.

  • Integrierte Quelle aus Liste verwenden

    Gibt eine separate interne Timing-Quelle für die Rahmen an.

    • 1 kHz <bei Strukturstart zurücksetzen>—Wählt den 1-kHz-Takt und setzt ihn beim ersten Aufruf jedes Aufrufs der Struktur zurück.
    • 1 MHz <bei Strukturstart zurücksetzen>—Wählt den 1-MHz-Takt und setzt ihn beim ersten Aufruf jedes Aufrufs der Struktur zurück.
Sequenz-Timing-Attribute Gibt die Priorität und andere detaillierte Einstellungen für die Struktur an. Es werden folgende Einstellungen angezeigt:
  • Priorität

    Gibt die Priorität der Ausführung einer zeitgesteuerten Struktur relativ zu anderen Strukturen an, die ausgeführt werden können. Je höher der Wert, desto höher die Priorität der zeitgesteuerten Struktur gegenüber anderen Strukturen. Der Wert der am Eingang Priorität angegeben wird, muss eine positive ganze Zahl zwischen 1 und 65.535 sein.

    Hinweis Diese Einstellung hat nichts mit der VI-Priorität zu tun. LabVIEW führt die zeitgesteuerten Strukturen bei einer Priorität unterhalb der zeitkritischen und oberhalb der hohen Priorität aus. Dabei gilt das Vorrechtsprinzip. Das heißt, eine zeitgesteuerte Struktur mit hoher Priorität, die zur Ausführung bereit ist, wird allen anderen zeitgesteuerten Schleifen niedrigerer Priorität und anderen LabVIEW-Routinen vorgezogen, die keine zeitkritische Priorität haben.
  • Fortgeschrittenes Timing—Gibt erweiterte Timing-Optionen an. Es werden folgende Einstellungen angezeigt:
    • Frist—

      Gibt die Zeitspanne für den vollständigen Durchlauf des ersten Rahmens der zeitgesteuerten Sequenz an. Wenn der erste Rahmen der zeitgesteuerten Schleife nicht vor der festgelegten Frist abgeschlossen wird, gibt Verspätete Beendigung? [f-1] am linken Datenknoten des nächsten Rahmens TRUE aus.

    • Timeout (ms)

      Gibt an, wie viele Millisekunden lang der erste Rahmen einer zeitgesteuerten Sequenzstruktur auf ein Trigger-Ereignis von einer Timing-Quelle warten soll, bis am linken Datenknoten am Ausgang Aktivierungsgrund ein Timeout ausgegeben wird.

    • Offset / Phase

      Gibt Startzeit oder Phase für den ersten Rahmen der Struktur an.

      Mit dieser Option können die Phasen von Strukturen synchronisiert werden. Sie können zum Beispiel zwei zeitgesteuerte Sequenzstrukturen so konfigurieren, dass sie dieselbe Timing-Quelle verwenden, indem Sie den gleichen Quellennamen für beide Schleifen angeben. Sie können den Wert 0 in Offset / Phase für die erste zeitgesteuerte Sequenzstruktur eingeben und den Wert 100 in Offset / Phase für die zweite. Die zeitgesteuerten Schleifen werden dann phasenverschoben um 100 Zeiteinheiten mit den angegebenen Perioden ausgeführt.
    • Strukturname

      Eindeutige Identifizierung der zeitgesteuerter Sequenz.

      Hinweis Bei Angabe eines Namens für eine zeitgesteuerten Sequenzstruktur, die in einem ablaufinvarianten VI verwendet werden soll, müssen Sie ein String-Element mit Sequenzname am Eingangsknoten verbinden und das String-Element im Anschlussfeld des VIs als Eingang angeben.
  • Prozessorzuweisung—Gibt den Prozessor zur Verarbeitung der Ausführung an. Zur Prozessorauswahl gibt es folgende Einstellungen:
    • Modus—

      Gibt an, wie die Ausführung auf die verfügbaren Prozessoren aufgeteilt werden soll.

      Es kann zwischen folgenden Optionen ausgewählt werden:
      • Automatisch—LabVIEW wählt automatisch einen Prozessor für die Ausführung aus. Bei Auswahl dieser Option wird das Feld Prozessor deaktiviert und auf -2 eingestellt.
      • Manuell—Der Prozessor wird durch den unter Prozessor angegebenen Wert ausgewählt. Die in das Feld Prozessor eingegebene Zahl muss im Bereich von 0 bis 255 liegen.
    • Prozessor

      Gibt den Prozessor zur Verarbeitung der Ausführung an. Die Standardeinstellung lautet -2. Das bedeutet, es wird automatisch ein Prozessor ausgewählt. Zum manuellen Zuweisen eines Prozessors geben Sie eine Zahl zwischen 0 und 255 ein, wobei 0 für den ersten Prozessor steht. Wenn Sie eine größere Zahl eingeben, als Prozessoren vorhanden sind, kommt es zu einem Laufzeitfehler und die zeitgesteuerte Struktur wird nicht ausgeführt.