Die Synchronisation mit Master-Zeitbasis stellt sicher, dass synchronisierte Geräte die Phasenausrichtung auch bei unterschiedlichen Raten beibehalten. Bei dieser Methode werden die Takte für alle Geräte von einer Master-Zeitbasis abgeleitet.

Bei der Synchronisation mit Master-Zeitbasis können Sie das Timing aller Geräte synchronisieren, auch wenn die Geräte mit unterschiedlichen Raten arbeiten oder verschiedenen Subsystemen angehören. Von der Master-Zeitbasis abgeleitete Takte starten und bleiben in Phase. Bei zählergestützten Operationen stellt die Synchronisation mit Master-Zeitbasis Folgendes sicher:
  • Die Zählerzeitbasen bleiben ohne Drift synchronisiert.
  • Die Zählerzeitbasen bleiben in Phase, wenn die Anwendung unterschiedliche Zählerzeitbasisfrequenzen erfordert.

Bei der Synchronisation mit Master-Zeitbasis arbeiten die Slave-Geräte mit der Master-Zeitbasis des Master-Geräts und nicht wie sonst mit ihrer eigenen Taktquelle. Jedes Gerät erzeugt seine Takte anhand der für alle Geräte gleichen Taktquelle. Damit die Takte der Geräte phasengleich beginnen, muss an alle Geräte ein Start-Trigger gesendet werden.

Hinweis Sie müssen die Tasks der Slave-Geräte zuerst starten.

Zur Synchronisation mit Master-Zeitbasis müssen auf den Slave-Geräten zwei Eigenschaften festgelegt werden. Mit dem Attribut/der Eigenschaft "MasterZeitbasis.Quelle" wird der Anschluss des Master-Geräts festgelegt, von dem die Master-Zeitbasis bezogen werden soll. Außerdem müssen Sie unter "MasterZeitbasis.Rate" die Rate der Master-Zeitbasis angeben. Anstatt die Werte fest zu kodieren, fragen Sie die Rate und Quelle der Master-Zeitbasis vom Master-Gerät ab. Stellen Sie dann Rate und Quelle auf den Slave-Geräten auf die gleichen Werte ein.

Aufgrund der Leitungsverzögerung zwischen den einzelnen Geräten kommt es bei der Synchronisation mit der Master-Zeitbasis zu Laufzeitunterschieden.

Die meisten Geräte verwenden einen Referenztakt anstelle einer Master-Zeitbasis. Daher verwenden die Geräte eine Synchronisation mit Referenztakt. Bei der Synchronisation mit Master-Zeitbasis müssen mehrere Signale zwischen den Geräten ausgetauscht werden. Dazu sind mehrere RTSI- oder PXI-Trigger-Leitungen zu reservieren. Bei Anwendungen mit Sample-Takt, bei denen alle Geräte mit der gleichen Rate ausgeführt werden, können Sie die Synchronisation mit Sample-Takt verwenden. Durch die Synchronisation mit Sample-Takt wird ein gemeinsamer Start-Trigger und damit die zusätzliche RTSI-/PXI-Leitung überflüssig. Mit Hilfe der Synchronisation mit Sample-Takt lassen sich auch Geräte miteinander synchronisieren, von denen manche mit Master-Zeitbasis und andere mit Referenztakt arbeiten.