Durchsucht den Text in einer Datei nach Strings, Zahlen, Pfaden und booleschen Daten ab, wandelt den Text in einen bestimmten Datentyp um und gibt eine Kopie der Referenz sowie die konvertierten Daten in der Trefferreihenfolge aus. Die Funktion arbeitet nicht mit Dateien in LLBs.

Mit dieser Funktion kann der gesamte Text in der Datei gelesen werden. Allerdings ist es mit diesem VI nicht möglich, den Ausgangspunkt für einen Suchvorgang festzulegen. Dafür sollten stattdessen die Funktionen Aus Textdatei lesen und In String suchen verwendet werden.


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Ein-/Ausgänge

  • cstr.png Format-String

    Format-String gibt an, wie der Eingangs-String in die auszugebenden Argumente konvertiert wird.

    Standardmäßig wird der String entsprechend dem Standardverhalten der ausgegebenen Datentypen durchsucht. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Funktion und wählen Sie die Option Such-String bearbeiten aus dem Kontextmenü, um einen Format-String zu erzeugen oder bearbeiten.

    An diesem Eingang können bis zu 255 Zeichen angegeben werden.

  • cbsrn.png Eingabedatei

    Eingabedatei kann eine Referenz oder ein absoluter Dateipfad sein.

    Bei einem Dateipfad öffnet die Funktion die durch die Referenz angegebene Datei. Wenn die gewünschte Datei nicht vorhanden ist, erstellt die Funktion eine neue. Standardmäßig wird das Dateidialogfeld angezeigt und Sie werden aufgefordert, eine Datei auszuwählen.

    Bei einem leeren oder relativen Pfad gibt die Funktion einen Fehler aus.

  • cerrcodeclst.png Fehler (Eingang)

    Fehler (Eingang) beschreibt Fehlerbedingungen, die vor der Ausführung des Knotens auftreten. An Fehler (Eingang) werden Standardfehlerdaten übergeben.

  • cdbl.png Standardwert 1

    Standard 1..n gibt den Typ und die Standardeinstellung für die Ausgänge an.

    Wenn die Eingabe an Format-String nicht erkannt wird, arbeitet die Funktion mit der Standardeinstellung. Wenn Sie Standard 1 offen lassen und Format-String mit einer Konstante verbunden ist, wird der Typ des Ausgangs durch Format-String bestimmt. Ansonsten ist der Standarddatentyp eine Fließkommazahl mit doppelter Genauigkeit. Die Standardeinstellung ist je nach Datentyp des Ausgangs 0 oder ein leerer String. Wenn Sie Standard 1 mit einer Enum verbinden, wird nach Untereinträgen gesucht, die mit dem Text der Enum übereinstimmen, und der dazugehörige Zahlenwert ausgegeben.

    Bei Verwendung eines String-Formatcodes oder eines numerischen Formatcodes können Sie nach booleschen Werten suchen. Wenn der Formatcode "%s" lautet oder unverbunden ist, liest die Funktion Y, T, TRUE, ON oder YES und alle kleingeschriebenen Versionen dieser Wörter als den booleschen Wert TRUE aus. Die Funktion liest F, FALSE, OFF oder NO und alle kleingeschriebenen Versionen dieser Wörter als den booleschen Wert FALSE aus. Wenn Sie einen numerischen Formatcode angeben, liest die Funktion jeden numerischen Wert, der größer ist als 0,5 als TRUE und jeden numerischen Wert, der kleiner oder gleich 0,5 ist als FALSE aus.
    Hinweis Diese Funktion liest negative Zahlen als den booleschen Wert FALSE aus, weil die Funktion die Zahl in einen vorzeichenlosen 8-Bit-Integer umwandelt und jede Zahl kleiner oder gleich 0,5 während der Umwandlung 0 wird.
  • ibsrn.png Datei (Referenz, Ausgang)

    Ausgabedatei (Referenz) ist eine Referenz auf die Datei, die das VI ausliest.

    Je nachdem, was mit dieser Datei geschehen soll, können Sie diesen Ausgang mit einer anderen Dateifunktion verbinden. Standardmäßig wird die Datei geschlossen, wenn sie durch einen Pfad oder im Dateidialogfeld ausgewählt wird. Ist Eingabedatei eine Referenz, wird davon ausgegangen, dass die Datei noch verwendet wird.
  • ierrcodeclst.png Fehler (Ausgang)

    Fehler (Ausgang) enthält Angaben zum Fehler. Dieser Ausgang ist ein Standardausgang zur Fehlerausgabe.

  • idbl.png Ausgang 1

    Ausgabe 1..n gibt die Ausgabeparameter an.

    An den Ausgängen kann ein String, Pfad, Zeitstempel, eine Zahl , ein boolescher Wert oder eine Enum ausgegeben werden. Bei Strings, die nicht in den angegebenen numerischen Datentyp passen, gibt diese Funktion den größten Wert aus, der in diesen Datentyp passt. Arrays und Cluster können nicht mit dieser Funktion verwendet werden.
  • Parameter werden mit einem Klick mit der rechten Maustaste auf die Funktion und durch Auswahl von Parameter hinzufügen aus dem Kontextmenü oder durch Aufziehen der Funktion mit der Maus hinzugefügt.

    Hinweis Tritt ein Fehler auf, enthält die Quellkomponente des Error-Out-Clusters eine Zeichenkette der Form ''Scan From File (arg n)'', wobei n das erste Argument ist, bei dem der Fehler aufgetreten ist.

    Wenn Sie Format-String im Blockdiagramm mit einer String-Konstante verbinden, dann werden während der Kompilierung mit Hilfe von Format-String die Anzahl der Ausgänge und der Datentyp jedes Ausgangs ermittelt. Wenn die Typen an den Ausgängen nicht mit den unter Format-String angegebenen übereinstimmen, müssen Sie die Typen korrigieren, da sonst das VI nicht funktioniert.

    Wenn Sie keine Blockdiagrammkonstante mit dem Eingang Format-String verbunden haben, wird die Richtigkeit der angeschlossenen Datentypen bei der Ausführung geprüft. Soll nach Werten gesucht werden, die einen anderen Datentyp als "Fließkommazahl mit doppelter Genauigkeit" haben, müssen Sie die entsprechenden Datentypen mit Standard 1..n verbinden.

    Die nicht in den Formatbezeichnern (%[^...]) befindlichen Zeichen werden bis zu den im Formatbezeichner eingetragenen Zeichen aus dem String entfernt. Die gefundenen, im Formatbezeichner enthaltenen Zeichen, bleiben in der Datei erhalten. Auf diese Weise werden wiederholt komplette Strings aus Dateien gelesen. Mit %[^\n\r] wird eine komplette Textzeile aus der Datei gelesen bis zum darauf folgenden Wagenrücklauf (\n) und Zeilenumbruch (\r). Diese Steuerzeichen werden mit %[^\n\r]\n\r entfernt.

    Hinweis Standardmäßig wird das im Gebietsschema des Betriebssystems ausgewählte Dezimalzeichen verwendet. In manchen Fällen, z. B. bei Verwendung von GPIB-Messgeräten auf europäischen Betriebssystemen, muss das Dezimalzeichen unter Umständen durch Lokalisierungscodes geändert werden.

    Beispiele zur Formatierung von Strings

    Eingangs-StringFormat-StringStandard(s)Ausgabe(n)Verbleibender String

    abc, xyz

    >12.3+56i 7200

    %3s, %s%f%2dabc00
    xyz
    0+00i12,3+56i
    72
    Q+1,27E–3 tailQ%f t1,27E–3ail
    0123456789%3d%3d126789
    345
    X:9,860 Z:3,450X:%fY:%f100 (I32)10Z: 3450
    100,00 (DBL)100,00
    set49.4.2set%d49.4.2
    Farbe: RotFarbe: %sBlau (Enum {Rot, Grün, Blau})rot
    abcd012xyz3

    %[a-z]%d

    %[a-z]%d

    abcd
    12
    xyz
    3
    Willkommen bei LabVIEW, Hans Schmidt%[^,],%sWillkommen bei LabVIEWSchmidt
    Manfred

    Beispiele

    Die folgenden Beispieldateien sind in LabVIEW enthalten.

    • labview\examples\File IO\Text (ASCII)\Format Into File and Scan From File.vi