Kanäle können mithilfe von zwei Lese-/Schreibattributen (bzw. Eigenschaften) auf kurzgeschlossene Kanäle geprüft werden. Ein Attribut/eine Eigenschaft lautet "ÜberstromkanäleVorh". Dieses Attribut/diese Eigenschaft gibt ein boolesches TRUE aus, wenn an einem Kanal ein Überstrom erkannt wird. Das zweite Attribut/die zweite Eigenschaft lautet "Überstromkanäle". Dieser Parameter gibt ein String-Array mit den Kanälen aus, an denen ein Überstrom festgestellt wurde. Das Attribut/die Eigenschaft "ÜberstromkanäleVorh" muss vor "Überstromkanäle" abgefragt werden.

"ÜberstromkanäleVorh" fragt das Gerät auf das Vorhandensein eines Überstroms ab und speichert die entsprechende Angabe im Treiber. Anschließend liest "Überstromkanäle" die zwischengespeicherten Angaben zu den Überstromkanälen aus.

Hinweis Mit dem Attribut/der Eigenschaft "AO.Leistungsverst.Überstrom" können Sie Geräte des Typs NI 4610 auf kurzgeschlossene Kanäle überprüfen. "AO.Leistungsverst.Überstrom" erkennt am jeweils angegebenen Kanal, ob ein Überstrom vorliegt, und speichert die entsprechenden Angaben im Treiber.

NI-DAQmx gibt alle Daten unabhängig vom Auftreten eines Kurzschlusses aus. Wenn Ihre Anwendung eine Prüfung auf Überstrom erfordert, sollten die Überstromattribute/-eigenschaften nach jedem Lese-/Schreibaufruf gelesen werden. Wenn Überstrom gemeldet wird, sollte Ihr Programm die betreffenden Daten verwerfen oder eine Warnung ausgeben.

Zur Erkennung von Überstrom muss IEPE eingeschaltet sein (außer bei Geräten des Typs NI 4322, NI 4610, NI 9219 und NI 9269). Wenn IEPE nicht eingeschaltet ist, wird beim Lesen von "ÜberstromkanäleVorh" ein Fehler ausgegeben.

Zwischen den Stromkanälen können sich Kurzschlüsse ereignen. Mit den Attributen/Eigenschaften zur Überstromerkennung lassen sich Kurzschlüsse ermitteln.