Geerdete Signalquellen
- Aktualisiert2025-12-03
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Eine geerdete Signalquelle ist mit dem Masseanschluss des Systems verbunden, zum Beispiel der Erde oder dem Erdanschluss.
Aus diesem Grund haben die Spannungsquellen ein gemeinsames Potential mit dem Messgerät. Die häufigsten Beispiele für geerdete Signalquellen sind Geräte, die über Steckdosen mit dem Erdanschluss eines Gebäudes verbunden sind, zum Beispiel Signalgeneratoren oder Stromversorgungsgeräte.
Messungen mit geerdeten Signalquellen
Wenn die Signalquelle geerdet ist, wird am besten mit einem differentiell geschalteten oder einem gegen Systemmasse geschalteten Messaufbau gemessen. Wenn Sie mit einem mit Masse verbundenen Messsystem arbeiten und die Signalquelle geerdet ist, dann wird die Messung in der Regel durch 60-Hz-Frequenzanteile gestört, da dies die Frequenz der Netzspannung ist. Die durch Masseschleifen verursachten Störspannungen können sowohl Gleich- als auch Wechselspannungsanteile haben, die durch Nullpunktfehler und Rauschen entstehen. Durch die Differenz zwischen zwei Massepotentialen kann es in der Verbindung zu Stromfluss kommen. Dieser Strom wird Masseschleifenstrom genannt.
Sie können aber dennoch ein gegen Erde geschaltetes Messsystem nutzen, wenn die Signalpegel hoch sind und die Verbindungen zwischen der Signalquelle und dem Messgerät eine niedrige Impedanz haben. In diesem Fall wird die Qualität der Spannungsmessung zwar durch die Masseschleife verringert, aber die Messqualität ist möglicherweise noch ausreichend. Sie müssen auf die Polarität eines gegen Masse geschalteten Signals achten, bevor Sie die Signalleitungen an einen geerdeten Messaufbau anschließen, da die Signalquelle gegenüber Erde einen Kurzschluss verursachen kann, wodurch die Signalquelle beschädigt werden kann.