Umgang mit Gefahrstoffen

NI verpflichtet sich zur Herstellung umweltfreundlicher Produkte und befolgt die geltenden gesetzlichen Vorschriften zu Umweltschutz und einer verantwortungsvollen Lieferkette.

Einhaltung der RoHS-Richtlinien

Die EU-Richtlinie 2011/65/EU zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe (Restriction of Hazardous Substances, RoHS) regelt die Verwendung und das Inverkehrbringen gefährlicher Substanzen wie Blei, Quecksilber und Cadmium in Produkten. Die Richtlinie gilt für elf Kategorien von Elektrogeräten und elektronischen Bauelementen. Die Produkte von NI fallen unter die „industriellen Überwachungs- und Kontrollinstrumente“ in Kategorie 9, die am 22. Juli 2017 in Kraft getreten ist. NI setzt die RoHS-Richtlinie vollständig um.

 

Mit der Richtlinie 2015/863/EU wurde Anhang II der EU-RoHS-Richtlinie 2011/65/EU dahingehend geändert, dass zusätzlich vier Phthalate in die Liste von Stoffen, die Beschränkungen unterliegen, aufgenommen wurden. Demnach liegt für Bis(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP), Benzylbutylphthalat (BBP), Dibutylphthalat (DBP) und Diisobutylphthalat (DIBP) die maximal zulässige Höchstkonzentration in homogenen Werkstoffen bei weniger als 0,1 Gewichtsprozent.

 

Für die Produkte in Kategorie 9, „industrielle Überwachungs- und Kontrollinstrumente“ wird eine Übergangsfrist bis zum 22. Juli 2021 eingeräumt. Folglich fallen die meisten Produkte von NI bis zu diesem Datum nicht in den Geltungsbereich der RoHS-Richtlinie (2015/863/EU). NI überprüft gegenwärtig seine Lieferkette auf Vorhandensein der vier neuen Stoffe in seinen Produkten. NI beabsichtigt, den Nachweis der RoHS-Konformität für die meisten seiner Produkte bis Ende 2019 zu erbringen.

Herausforderungen

Neben weitreichenden Auswirkungen auf seine Lieferkette sieht sich NI bei der Beseitigung gefährlicher Stoffe aus seinen Produkten mit folgenden Herausforderungen konfrontiert:

  • Verschiedene Organisationen wie die Umweltschutzbehörde der USA (Environmental Protection Agency, EPA) haben festgestellt, dass die Ersatzstoffe für bestimmte gefährliche Stoffe unter Umständen eine vergleichbare oder größere umweltschädliche Wirkung haben als der ursprüngliche Gefahrstoff. Um diesem Umstand entgegenzuwirken, engagiert sich NI bei zahlreichen Handelsorganisationen. Durch das Engagement bei diesen Organisationen und die enge Beziehung zu seinen Lieferanten bleibt NI bei der intelligenten Neuentwicklung von Werkstoffen als auch der Umsetzung von weltweiten Bestimmungen zu gefährlichen Stoffen stets an der Spitze.
  • Die Vorschriften in diesem Bereich entwickeln sich rasch weiter. Als Mitglied der Test and Measurement Coalition wirkt NI an der Verfeinerung der bestehenden Gesetzgebung mit.

 

Klicken Sie hier, um den vollständigen Text der RoHS-Richtlinie abzurufen. Benötigen Sie weitere Informationen zur Umsetzung der RoHS-Richtlinie durch NI? Schreiben Sie eine E-Mail an rohs@ni.com.

Ressourcen

REACH-Verordnung (Registration, Evaluation, Authorization, and Restriction of Chemicals)

Im Jahr 2006 verabschiedeten das Europäische Parlament und der Europäische Rat die Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien, die sog. REACH-Verordnung (Registration, Evaluation, Authorization, and Restriction of Chemicals). Ein wesentliches Ziel der Verordnung ist es, die Umwelt vor gefährlichen Stoffen zu schützen.

Ziele von REACH

Die REACH-Verordnung verpflichtet Hersteller und Importeure zur Registrierung chemischer Stoffe in einer zentralen Datenbank. REACH verlagert zudem die Verantwortung für das Risikomanagement von Chemikalien und die Bereitstellung von relevanten Sicherheitshinweisen in der Lieferkette auf die Industrie.

 

Hersteller, die chemische Erzeugnisse in Mengen von mehr als einer Tonne pro Jahr herstellen, sind verpflichtet, ihre Kunden über alle darin enthaltenen besonders besorgniserregenden Stoffe (SVHC) zu informieren, sofern diese eine Konzentration von mehr als 0,1 Prozent des Produktgewichts aufweisen und eine Exposition gegenüber Mensch und Umwelt nicht ausgeschlossen werden kann. Im Geltungsbereich von REACH sind Unternehmen, die gezielt chemische Stoffe in Produkten einsetzen, dazu verpflichtet, einen Zulassungsantrag zu stellen, in dem die Verwendung des betreffenden Stoffs hinlänglich begründet wird. Die Einstufung eines Stoffs als SVHC und seine Aufnahme in die sogenannte Kandidatenliste hat für die Importeure, Hersteller und Lieferanten eines Erzeugisses, der einen solchen Stoff beinhaltet, gesetzliche Verpflichtungen zur Folge.

Position und Verpflichtungen von NI

Als globaler Hersteller und Zulieferer prüft NI fortlaufend die bestehenden und kommenden internationalen Rechtsvorschriften. NI hält sich zudem über globale Anforderungen durch Mitgliedschaften und das Engagement in anerkannten Organisationen wie EPPA und Normungsgremien wie IEC auf dem Laufenden.

 

NI ist in der EU als Anbieter von Prüf- und Messgeräten tätig, wobei die hergestellten und importierten chemischen Stoffe die Menge von einer Tonne pro Jahr nicht übersteigen. Die in den EU-Produktionsbetrieben verwendeten Stoffe wie etwa Lötverbindungen werden innerhalb der EU eingekauft und erfüllen die bestehenden Anforderungen an die Registrierung chemischer Stoffe. Ferner setzen NI-Produkte während normaler und absehbarer Einsatzbedingungen keine Stoffe in die Umwelt frei.

 

Sämtliche NI-Produkte, einschließlich Zubehör und Packaging, werden im Sinne der REACH-Verordnung als „Erzeugnisse“ aufgefasst. NI bestätigt hiermit, basierend auf den aus der Lieferkette gewonnenen Informationen, dass seine elektronischen Messgeräte keinen der als SVHC identifizierten Stoffe in einer Konzentration von mehr als 0,1 Prozent des Produktgewichts, mit Ausnahme der in der Liste von NI-Produkten mit SVHC aufgeführten Geräte, enthalten. NI prüft regelmäßig die von der Europäischen Chemikalienagentur ECHA veröffentlichte Kandidatenliste und reagiert auf mögliche SVHC, die in NI-Produkten gefunden werden. Ferner bezieht NI Informationen aus der Lieferkette und stellt Kunden aktualisierte Informationen bezüglich möglicher Maßnahmen bereit, die für eine andauernd sichere Verwendung von Produkten erforderlich sind. Zur Unterstützung der Ziele von REACH versorgt NI seine Materiallieferanten mit den zutreffenden Informationen zur Verwendung chemischer Stoffe. Die Zulieferer von Erzeugnissen sind unter bestimmten Bedingungen zur Weitergabe von Informationen entlang der Lieferkette verpflichtet. Diese Informationen unterstützen unsere Lieferanten gegebenenfalls bei der korrekten Erfassung des Anwendungsfalls für einen chemischen Stoff für den Fall, dass eine Registrierung gemäß REACH-Anforderungen notwendig ist.

 

Benötigen Sie spezifische Produktinformationen in Zusammenhang mit der REACH-Verordnung? Schreiben Sie eine E-Mail an reach@ni.com.

Conflict Minerals Trade Act

Im Jahr 2010 wurde in den Vereinigten Staaten Paragraf (Section) 1502 des Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act verabschiedet, um die humanitäre Situation in der Demokratischen Republik Kongo zu entschärfen. Dabei geht es um vier Mineralien, die aus von den Rebellen kontrollierten Minen in der Region Kongo stammen, nämlich Gold, Wolframit, Kassiterit und Coltan. Das Gesetz und die nachfolgenden Regelungen, die von der US-Börsenaufsichtsbehörde United States Securities and Exchange Commission (SEC) herausgegeben wurden, verlangen von börsennotierten Unternehmen seit dem Haushaltsjahr 2013 Auskunft über die folgenden Sachverhalte:

  • Liste von Produkten, für deren Funktionalität oder Herstellung die vier Mineralien benötigt werden
  • Vorhandensein eines oder mehrerer der vier aus Konfliktgebieten stammenden Mineralien
  • Maßnahmen, die zur Ermittlung der Herkunft der in Produkten verwendeten Mineralien getroffen werden

 

NI verfolgt eine verantwortungsvolle Beschaffungsstrategie, um den Einkauf von Komponenten zu vermeiden, die Mineralien aus Konfliktregionen enthalten. In Zukunft wird NI seine Zulieferer nach ihrer Fähigkeit bewerten, für Konfliktmineralien zuverlässige Daten zum Herkunftsland bereitzustellen. Für den Fall, dass Mineralien aus Konfliktregionen in der NI-Lieferkette gefunden werden, werden wir zeitnah angemessene Maßnahmen zur Behebung des Problems ergreifen. NI erwartet ähnliche Maßnahmen von seinen Zulieferern und hat dies allen Zulieferern entsprechend kommuniziert.

 

Benötigen Sie weitere Informationen zur Compliance bei NI in Zusammenhang mit dem Conflict Minerals Trade Act? Schreiben Sie eine E-Mail an customer.requests@ni.com. Klicken Sie hier, um die neueste Version der Berichtvorlage zu Konfliktmineralien herunterzuladen.