Aliasunterdrückung (DSA, C-Serie und NI 433x)
- Aktualisiert2025-12-03
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DSA-Geräte, Geräte der C-Serie mit Delta-Sigma-Technik und Geräte des Typs NI 433x arbeiten mit sogenannten Delta-Sigma-Wandlern. Delta-Sigma-A/D-Wandler enthalten integrierte digitale Filter zum Schutz vor Signalkomponenten außerhalb des Bands. Die Digitalfilter erzeugen grundsätzlich eine Verzögerung zwischen dem Empfang des gegebenen analogen Spannungswerts am A/D-Wandler-Eingang und der Ausgabe des entsprechenden Digitalwerts durch den Wandler. Die Dauer der Verzögerung ist immer deterministisch für ein bestimmtes Gerät mit Ausführung bei einer bestimmten Sample-Rate.
Analog dazu enthalten Interpolatoren und Delta-Sigma-D/A-Wandler Digitalfilter für analoge Ausgangssignale, um hochfrequente Werte außerhalb des Bands (Imaging) und Quantisierungsrauschen auszuschließen. Wie auch bei der analogen Eingabe führt das Filtern der digitalen Ausgabe zu einer deterministischen Verzögerung im D/A-Wandler.
Bei den meisten Anwendungen, die ausschließlich der Eingabe oder Ausgabe dienen, können die Auswirkungen der Verzögerung durch die Digitalfilter ignoriert werden. Die Verzögerung kann allerdings eine Rolle spielen, wenn die Ein- und Ausgabe synchronisiert stattfinden muss, z. B. bei Stimulus-Response-Tests oder bei der Steuerung von engen Schleifen. Wenn Ihre Anwendung DSA-Geräte und Geräte der C-Serie umfasst und mit externem Digital-Trigger arbeitet, werden Daten ausgegeben, die vor einem Trigger erfasst wurden. Die Anzahl der vor dem Trigger erfassten Samples entspricht der Verzögerung des A/D-Wandler-Filters. Weitere Informationen zu Verzögerungen durch Digitalfilter in A/D- und D/A-Wandlern finden Sie in der Dokumentation Ihres Geräts.