PFI-Leitungen (Programmable Function Interface) haben je nach verwendetem Datenerfassungsgerät unterschiedliche Funktionen. Weitere Informationen finden Sie im Gerätehandbuch. Es folgt eine Zusammenfassung der Funktionen basierend auf der Serie.
Geräte der X-Serie haben bis zu 16 PFI-Leitungen. Jede PFI-Leitung kann individuell wie folgt konfiguriert werden:
Jede PFI-Leitung kann einzeln als statischer Digitaleingang oder statischer Digitalausgang konfiguriert werden. Wenn ein Anschluss als statischer digitaler Ein- oder Ausgang verwendet wird, spricht man von P1.x oder P2.x. Am I/O-Anschluss ist jeder Anschluss mit PFI x/P1.x oder PFI x/P2.x beschriftet. Die Spannungseingangspegel, Spannungsausgangspegel und Strompegel der PFI-Leitungssignale sind in den Spezifikationen Ihres Geräts aufgeführt.
PFI-Leitungen können auch konfiguriert werden, um digitale Änderungen zu erkennen. Die Werte auf den PFI-Leitungen können nicht in einem hardwaregetakteten Task gelesen werden, aber sie können verwendet werden, um das Änderungserkennungsereignis auszulösen. Wenn Sie z. B. eine Änderungserkennung an acht zeitgesteuerten DIO-Leitungen durchführen möchten, aber sicherstellen möchten, dass der Wert der Leitungen unabhängig von den acht sich ändernden Leitungen jede Sekunde aktualisiert wird, können Sie eine PFI-Leitung für die Änderungserkennung einrichten und ein 1-Hz-Signal mit ihr verbinden.
Sie können für jedes PFI-, RTSI-, PXI_STAR- oder PXIe-DSTAR<A, B>-Signal einen programmierbaren Entprellfilter aktivieren. Wenn die Filter aktiviert sind, tastet Ihr Gerät den Eingang bei jeder steigenden Flanke eines Filtertakts ab. Geräte der X-Serie verwenden einen integrierten Oszillator zur Erzeugung des Filtertakts.
Geräte der M-Serie haben bis zu 16 PFI-Leitungen. Jeder PFI kann individuell wie folgt konfiguriert werden:
Jede PFI-Leitung kann einzeln als statischer Digitaleingang oder statischer Digitalausgang konfiguriert werden. Wenn ein Anschluss als statischer digitaler Ein- oder Ausgang verwendet wird, spricht man von P1.x oder P2.x. Am I/O-Anschluss ist jeder Anschluss mit PFI x/P1.x oder PFI x/P2.x beschriftet. Statische I/O ist eine einfache Digital-I/O ohne Handshaking oder hardwaregesteuertes Timing. Der statische I/O-Modus ist interruptgesteuert, so dass er relativ langsam ist und je nach Computer maximal 10 kHz erlaubt.
Wenn ein Anschluss als Timing-Ein- oder -Ausgang verwendet wird, spricht man von PFI x (wobei x eine ganze Zahl von 0 bis 15 ist). Wenn ein Anschluss als statischer digitaler Ein- oder Ausgang verwendet wird, spricht man von P1.x oder P2.x. Am I/O-Anschluss ist jeder Anschluss mit PFI x/P1.x oder PFI x/P2.x beschriftet. Die Spannungseingangspegel, Spannungsausgangspegel und Strompegel der PFI-Signale sind in den Spezifikationen Ihres Geräts aufgeführt.
Der Measurement and Automation Explorer (MAX) bietet Registerkarten "Geräteverbindungen" für Geräte der M-Serie, die Informationen zu verfügbaren Verbindungen enthalten. Für jedes PFI-Signal kann ein programmierbarer Entprellfilter aktiviert werden. Wenn die Filter aktiviert sind, tastet Ihr Gerät den Eingang bei jeder steigenden Flanke eines Filtertakts ab. Geräte der M-Serie verwenden einen integrierten Oszillator, um den Filtertakt mit einer Frequenz von 40 MHz zu erzeugen.
Geräte der E-Serie haben 10 PFI-Leitungen, die wie folgt konfiguriert werden können:
Ein externes Timing-Signal kann an jeder beliebigen PFI-Leitung anliegen und mehrere Timing-Signale können gleichzeitig dieselbe PFI-Leitung verwenden. Dieses flexible Verbindungsschema reduziert die Notwendigkeit, die physischen Verbindungen zum I/O-Anschluss für verschiedene Anwendungen zu ändern. Bei Verwendung der PFI-Leitung als Eingang können Sie jede PFI-Leitung individuell für die Flanken- oder Pegelerkennung und für die Polaritätsauswahl konfigurieren. Sie können die Polaritätsauswahl für jedes der Timing-Signale verwenden, aber die Flanken- oder Pegelerkennung hängt vom jeweiligen Timing-Signal ab. Die Erkennungsanforderungen für jedes Timing-Signal sind im Abschnitt aufgeführt, in dem dieses Signal besprochen wird.
Sie können auch jede PFI-Leitung einzeln aktivieren, um ein bestimmtes internes Timing-Signal auszugeben. Wenn Sie beispielsweise das Signal "Counter 0 Source" als Ausgang am I/O-Anschluss benötigen, kann die Software den Ausgangstreiber für den PFI 8/CTR 0 SRC-Pin einschalten. Dieses Signal kann jedoch an keiner anderen PFI-Leitung ausgegeben werden.
Geräte der S-Serie haben 10 PFI-Leitungen, die wie folgt konfiguriert werden können:
Als Eingang kann jede PFI-Leitung für die Flanken- oder Pegelerkennung konfiguriert werden, je nach Anwendungssignalvielfalt (Analog, Zähler). Auf ein externes Timing-Signal, das mit einer PFI-Leitung verbunden ist, können mehrere Timing-Signale intern gleichzeitig zugreifen. Durch dieses flexible Verbindungsschema wird vermieden, dass physische Verbindungen zum I/O-Anschluss zwischen Anwendungen geändert werden müssen.
Als Ausgang ist es weniger flexibel, interne Timing-Signale an PFI-Pins weiterzuleiten. Wenn Sie beispielsweise das Signal "Counter 0 Source" als Ausgang benötigen, kann nur über den PFI8/CTR 0 SRC-Pin darauf zugegriffen werden. Interne Timing-Signale, die an PFI-Leitungen ausgegeben werden können, sind: