Zur Messung von Nahfeldemissionen wurde eine neue, standardisierte und automatisierte Methodik basierend auf der Hardware und Software von NI entwickelt. Dadurch konnten Ingenieure EMI-Probleme schnell erkennen und beheben, was die Leistung und Kompatibilität des Moduls erheblich verbesserte. Darüber hinaus verbesserte diese Lösung die Kultur: Ingenieure wurden motiviert, ihre Entwürfe basierend auf den Ergebnissen des Scanners wiederholt zu testen und zu verfeinern.
Entwickeln einer zuverlässigen und automatisierten Methodik zur Messung und Minderung elektromagnetischer Störungen (EMI) zwischen PXI-Modulen.
Ingenieure von NI verwendeten LabVIEW mit NI-PXI-Messgeräten, um den Prozess der Messung von Nahfeldemissionen zu automatisieren und so Leistung und Zuverlässigkeit des Produkts zu gewährleisten.
Die NI-PXI-Plattform bietet eine robuste, kompakte Lösung für leistungsstarke Systeme mit verschiedenen Messgeräten für Validierungs- und Produktionstests. Das Besondere an PXI ist die Möglichkeit, mehrere Arten von Messungen in einer kleinen Box durchzuführen. Dieser Vorteil ist jedoch nicht unproblematisch: Es gibt potenzielle Störungen zwischen Modulen.
Elektromagnetische Störungen (EMI) werden durch Magnetfelder verursacht, die von Komponenten wie Spulen und Transformatoren in benachbarten PXI-Modulen abgestrahlt werden. Netzteile emittieren tendenziell die größten Magnetfelder durch diese Komponenten. Als PXI in den späten 1990er Jahren eingeführt wurde, waren die Störungen minimal. Als neue Messgeräte jedoch empfindlicher wurden und Schaltnetzteile die von ihnen übertragenen Ströme erhöhten, verschärfte sich das Problem.
Ziel war es, eine zuverlässige und automatisierte Methodik zur Messung und Minderung der EMI zwischen PXI-Modulen zu entwickeln, die entscheidend für die Gewährleistung der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit dieser Messgeräte ist.
Bisherige Methoden zur Messung der Magnetfelder waren inkonsistent. Bei internen Lösungen wurden Sonden und Spektrumanalysatoren mit provisorischen Aufbauten wie Pappschablonen verwendet, um die Emissionen abzubilden. Diese Methoden waren subjektiv, nicht standardisiert und langwierig, was zu unzuverlässigen Ergebnissen führte.
Es waren kommerzielle Scanner erhältlich, die Magnetfelder abbilden konnten, aber sie hatten zwei wesentliche Einschränkungen:
Die Ingenieure Ed Loewenstein und Tim Keil entwickelten einen benutzerdefinierten Scanner mit drei Schrittmotoren, NI-PXI-Messgeräten und LabVIEW, um die Messung von Nahfeldemissionen zu automatisieren. Der Scanner wurde entwickelt, um die folgenden Anforderungen zu erfüllen:
Das Team nutzte verschiedene Hard- und Software-Tools von NI, um den Scanner zu bauen und zu betreiben:
Dieser innovative Ansatz etablierte eine standardisierte, automatisierte und zuverlässige Methode zur Bewertung von Nahfeldemissionen. Er ermöglichte Ingenieuren, EMI-Probleme schnell zu erkennen und zu beheben, was zu erheblichen Verbesserungen in der Modulleistung und ‑kompatibilität führte. Darüber hinaus förderte die Lösung eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung und ermutigte Ingenieure, ihre Entwürfe mit Hilfe des Feedbacks durch den Scanner wiederholt zu testen und zu verfeinern.
Die Entwicklung dieser Testmethodik für Nahfeldemissionen löste eine kritische interne Herausforderung, zeigt aber auch die Leistungsfähigkeit und Flexibilität unserer Produkte.
Ed Loewenstein begann seine Karriere 1987 bei NI und ist derzeit Chief Architect für langfristige Innovationsprojekte. Im Laufe seiner Karriere wirkte er an fast dem gesamten Hardwareportfolio von NI mit, einschließlich Datenerfassung, PXI- und RF-Produkten. Eds Leidenschaft für das Lernen und sein Engagement für kontinuierliche Verbesserung kommen in seiner Arbeit zum Ausdruck. Er ist ein freundlicher, kooperativer Teamplayer, der NI besser macht.
„Mir gefällt diese Art von Projekten, weil ich dabei einige meiner bereits vorhandenen Fähigkeiten nutze und mir neue aneigne. Ich wusste nichts über Motorsteuerung oder Bildverarbeitung, aber ich habe es gelernt. Und mit LabVIEW bin ich zwar kein Software-Typ, aber ich bin in der Lage, ein Programm zu schreiben, das meine Anforderungen zuverlässig erfüllt.“