Auf den ersten Blick sieht Windows 11 mit einigen kosmetischen Änderungen wie Windows 10 aus. Unter der Haube hat Windows 11 jedoch mehrere verbesserte Sicherheitsfunktionen eingeführt, die unter Windows 10 nicht verfügbar sind. Viele dieser Funktionen sind jetzt standardmäßig aktiviert oder erfordern spezielle Hardware, um optimal zu funktionieren. Hier finden Sie eine Aufschlüsselung der wichtigsten Unterschiede und deren Auswirkungen auf Ihre Testsysteme.
Sowohl Windows 10 als auch Windows 11 unterstützen VBS und HVCI, aber in Windows 11 sind diese Funktionen enger integriert und auf unterstützter Hardware standardmäßig aktiviert. VBS isoliert kritische Teile des Systems zum Schutz vor Kernel-Exploits, während HVCI sicherstellt, dass nur vertrauenswürdiger Code – vom Hersteller mit einem genehmigten Zertifikat signiert – im Kernel-Modus ausgeführt wird.
Windows 11 verlangt die Verwendung eines TPM 2.0-Chips, der bei Windows 10 optional ist. TPM-Chips können vom Betriebssystem oder von Ihrer Testanwendung zum Speichern verschlüsselter Informationen verwendet werden. Diese Technologie ermöglicht beispielsweise folgende Funktionen:
Diese Voraussetzung ermöglicht Windows 11 passwortlose Authentifizierung und stärkeren Schutz vor Phishing und Anmeldedatendiebstahl.
Secure Boot ist zwar in Windows 10 verfügbar, wird aber in Windows 11 stärker betont. Secure Boot stellt sicher, dass beim Starten nur vertrauenswürdige Software geladen wird, wodurch das Risiko von Boot-Level-Malware reduziert wird.
Erkundigen Sie sich bei Ihren Softwareanbietern, ob sie die Windows 11-Konformität getestet haben.
Beide Betriebssystemversionen unterstützen BitLocker, aber Windows 11 nutzt TPM effektiver, indem es Verschlüsselungsschlüssel an das Gerät bindet und so den Schutz vor Datendiebstahl bei verlorenen oder gestohlenen Geräten verbessert.
Dokumentieren Sie die Verschlüsselung in Ihrem System und entwickeln Sie eine Strategie zur sicheren Aufbewahrung von Verschlüsselungsschlüsseln.
Windows 11 integriert Windows Hello tiefer und verwendet TPM zur sicheren Speicherung biometrischer Zugangsdaten. Diese Funktion erleichtert die Bereitstellung passwortloser Authentifizierung in Organisationen.
Pluton ist eine Chip-zu-Cloud-Sicherheitstechnologie, die direkt in die CPU integriert ist. Sie dient dem stärkeren Schutz sensibler Daten wie Verschlüsselungsschlüsseln, Zugangsdaten und persönlichen Informationen, indem sie diese selbst vor Firmware und Betriebssystem isoliert. Da es in die CPU eingebaut ist (im Unterschied zu einem separaten TPM-Chip), ist es noch schwerer zu manipulieren. Eine Pluton-CPU fungiert als TPM 2.0-Gerät.
Als Endnutzer werden Sie wahrscheinlich nicht unterscheiden können, ob Ihr System einen TPM-Chip oder einen Pluton-Prozessor verwendet. Ihr System ist sicherer und besser vor Speicher-Schwachstellen geschützt, die aus Fehlern in einer Softwareanwendung Daten von einer anderen Anwendung erlangen. Pluton hilft, dies zu verhindern.
Windows 11 integriert tiefere Sicherheitskontrollen, Identitätsschutz und hardwarebasierte Verteidigungsmechanismen, um den Kernprinzipien von Zero Trust zu entsprechen: Explizite Überprüfung, Nutzung von Zugriffsrechten mit minimalen Privilegien und Annahme eines Sicherheitsvorfalls.
Wenn Sie es noch nicht getan haben, nutzen Sie einen sicheren Entwicklungsrahmen, um bewährte Methoden in Ihrem Entwicklungsprozess umzusetzen.
Microsoft stellt den Mainstream-Support für Windows 10 General Availability Channel (GA)-Versionen am 14. Oktober 2025 ein, weshalb viele IT-Abteilungen auf Windows 11 umstellen, um Sicherheitsupdates und Compliance zu gewährleisten.
Microsoft und Windows sind Marken der Microsoft-Unternehmensgruppe.