Anpassen und Wiederholen von Messungen mit LabVIEW NXG

Überblick

Mit LabVIEW NXG können Sie Ihre Messungen benutzerdefiniert anpassen und automatisieren. Durch das Prinzip der grafischen Programmierung wird der üblicherweise anfallende Programmieraufwand vereinfacht. Mit diesem grafischen Ansatz konzentrieren Sie sich auf das technische Problem, indem Sie Ihre Gedanken direkt in funktionalen Programmcode umsetzen. Mit Hilfe der integrierten Drag-and-Drop-Objekte für technische Anwendungen können Sie Benutzeroberflächen zur Visualisierung Ihrer Messungen erstellen.

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Inhalt

Automatisieren von Messungen mit Hilfe der grafischen Programmierung

Sie können festlegen, wie Sie Ihre Messwerte mit Hilfe der grafischen Programmierung erfassen und die Erfassung automatisieren. Programmcode lässt sich erstellen, indem Sie grafische Symbole im Diagramm miteinander verbinden, die im Hintergrund in den erforderlichen ausführbaren Computercode kompiliert werden. In LabVIEW NXG stellen die grafischen Symbole im Diagramm allgemeine Konstrukte dar, z. B. Schleifen, Variablen und Datentypen, die in allen Programmiersprachen verwendet werden.

 

Abbildung 1: Eine While-Schleife in LabVIEW NXG wird ausgeführt, bis eine Stoppbedingung erfüllt ist. Mit einer While-Schleife lassen sich Messdaten wiederholt erfassen. 

 

Die grafische Programmierung unterscheidet sich von herkömmlichen textbasierten Sprachen, da der in LabVIEW NXG entwickelte Code nicht nach dem traditionellen sequenziellen Ansatz, sondern nach dem Datenflussmodell ausgeführt wird. Im Datenflussmodell wird eine Funktion nur ausgeführt, wenn sie alle erforderlichen Eingaben empfängt. Wird eine Funktion ausgeführt, erzeugt diese Ausgangsdaten, die dann an die nächste Funktion in der Datenflussfolge weitergeleitet werden. Die Ausführungsreihenfolge des Programms wird vom Fluss der Daten durch die Funktionen bestimmt.

 

Abbildung 2: Ein Beispiel für die Datenflussprogrammierung. Die Subtraktionsfunktion wird erst ausgeführt, wenn beide Eingänge verfügbar sind. 

 

Ingenieure und Wissenschaftler werden oft als "visuelle Denker" bezeichnet und sind stark auf Flussdiagramme und Modelle angewiesen. Mit Hilfe des grafischen Programmieransatzes kann der Benutzer zuordnen, wie ein System in Form von Code dargestellt wird, ohne die mit einer textbasierten Sprache verknüpften Syntax zu erlernen.


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Erstellen eines VIs zum Erfassen von Messwerten

Der Grundbaustein aller LabVIEW-NXG-Anwendungen ist ein sogenanntes virtuelles Instrument (VI). Das VI ist ein LabVIEW-NXG-Programm, das aus zwei Komponenten besteht: dem Panel und dem Diagramm. 

Panel 

Das Panel ist die Benutzeroberfläche Ihres VIs. Mit den integrierten Drag-and-Drop-Objekten für technische Anwendungen können Sie eine Benutzeroberfläche erstellen, um Daten zu visualisieren und mit Ihrem LabVIEW NXG-Code zu interagieren.

Abbildung 3: Sie können mit LabVIEW-NXG-Programmcode auf dem Panel eines VIs interagieren.  

 

Sie können eine benutzerdefinierte Benutzeroberfläche für technische Anwendungen mit Bedien- und Anzeigeelementen erstellen. Bedienelemente sind üblicherweise Drehknöpfe, Druckschalter, Drehregler oder Schieber, die vom Benutzer bedient werden, um Daten an den Programmcode des VIs im Diagramm weiterzuleiten. Anzeigeelemente sind Graphen, Diagramme und LEDs, mit denen Signale und zusätzliche Angaben dargestellt werden. Wählen Sie auf der Palette "Elemente" auf dem Panel das Bedien- oder Anzeigeelement aus, das Ihren Anforderungen entspricht.

 

Abbildung 4: Elementepalette 

 

Diagramm

Das Diagramm enthält den Programmcode des VIs und umfasst Anschlüsse, SubVIs, Funktionen, Strukturen und Verbindungen, mit denen eine benutzerdefinierte Logik ausgeführt oder wiederholbare Messungen konfiguriert werden.

 

Abbildung 5: Zu jedem Bedien- und Anzeigeelement auf dem Panel gehört ein entsprechender Anschluss im Diagramm. 

 

Knoten sind Objekte im Diagramm, die Ein- und/oder Ausgänge haben und Funktionen in einem laufenden VI ausführen. Gängige Knoten im Diagramm sind:

  • Funktionen—Grundlegende Bedienelemente wie "Addieren" und "Subtrahieren"
  • SubVIs—VIs, die in LabVIEW NXG erstellt wurden oder benutzerdefiniert sind und in einem anderen VI aufgerufen werden
  • Strukturen—Elemente, mit denen die Ausführung von Programmcode gesteuert wird

Abbildung 6: Funktionenpalette 


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Startpunkte für die Automatisierung Ihrer Messung

LabVIEW NXG bietet mehrere Startpunkte in der Entwicklungsumgebung, sodass Sie Ihre Messanwendung nicht von Grund auf neu programmieren müssen. Sie können den Beispielcode, der im Lieferumfang von LabVIEW NXG enthalten ist, Ihren Projektanforderungen anpassen. Entdecken Sie Beispiele in LabVIEW NXG, die Ihnen bei der Umsetzung der automatisierten Datenerfassung oder beim Anwenden von fortgeschrittenen Analyseverfahren helfen, indem Sie zu  Hilfe»Beispiele gehen.

 

Abbildung 7: Sie können ein LabVIEW-NXG-Beispiel an die Anforderungen Ihrer Anwendung anpassen. 

 

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