Ethernet-over-USB für vereinfachte Konfiguration, Problembehandlung und Wartung von Zielgeräten

Überblick

Mit dem LabVIEW 2014 Real-Time Module können Sie Echtzeitzielgeräte unter Linux Real-Time über einen USB-Anschluss problemlos an den Host-Computer anbinden. Der USB-Geräteanschluss kann für die Gerätekonfiguration, die Verteilung von Anwendungen, die Fehlerbehebung und die Wartung genutzt werden.

Konfiguration des Zielgeräts

Dieser USB-Anschluss wird als Ethernet-Gerät emuliert und ist auf Zielgeräten verfügbar, die mit dem Betriebssystem NI Linux Real-Time, NI cRIO-903x, NI cRIO-906x, NI cDAQ-913x, NI sbRIO-9651 System on Module (SOM), NI 9149 oder der Hardware NI myRIO arbeiten. Über den USB-Geräteanschluss wird ein automatisches DHCP-Netzwerk erstellt, das System-Updates unabhängig von der physikalischen Ethernet-Verbindung ermöglicht. Der DHCP-Server weist neuen Zielgeräten dafür IP-Adressen des Blocks 172.22.11.* zu.


Abb. 1: Verfügbare Netzwerkeinstellungen für ein cRIO-9067-Zielgerät mit zwei physikalischen Ethernet-Verbindungen und einem USB-Geräteanschluss.

 

Verteilung und Fehlerbehebung von Zielgeräten

Wenn Ihre Anwendung fertig und einsatzbereit ist, bietet ein physikalischer Ethernet-Anschluss eine robustere Lösung und höheren Durchsatz für das Verteilen. Der USB-Geräteanschluss kann trotzdem praktisch sein, z. B. um Fehler in der Anwendung zu beheben, eine Anzeige darzustellen oder das Zielgerät wiederzufinden, falls es offline ist.

 

Wartung des Zielgeräts

Aktualisieren Sie Ihr Zielgerät mit dem USB-Geräteanschluss auch dezentral an einem anderen Ort oder in einem verteilten System. So können über den USB-Geräteanschluss beispielsweise während der Wartung direkt am Einsatzort Software-, Firmware- oder Treiberupdates installiert werden, ohne dass die Kommunikation auf den 8P8C-Ethernet-Anschlüssen unterbrochen wird.


Abb. 2: Aktualisieren Sie Software oder Firmware mithilfe des USB-Geräteanschlusses über den Measurement & Automation Explorer (MAX) oder den NI-Netzwerkbrowser (im Bild).

 

Technische Überlegungen

Wenn Sie Ihr USB-Zielgerät zum ersten Mal anschließen, installiert NI automatisch den auf der Host-Seite für die Kommunikation benötigten Treiber (s. Abb. 3).


Abb. 3: Windows-Benachrichtigung nach erfolgreicher Installation des USB-Treibers auf dem Host.

 

Bitte beachten Sie, dass die Netzwerkanbindung mit diesen Zielgeräten eigentlich eine Ethernet-Verbindung ist und deshalb von Firewalls und Virenschutzsoftware beeinträchtigt werden kann. Öffnen Sie zum Einrichten der Kommunikation die richtigen Anschlüsse, damit Sie Ihr Zielgerät finden.

Ihre USB-Anbindung erscheint auch im MAX unter Mein System»Geräte und Schnittstellen (My System»Devices and Interfaces), wenn der Host die physikalische Verbindung erkannt hat. In diesem Menü gibt es keine Konfigurationsoptionen. Lassen Sie sich zum Konfigurieren und Installieren von Software auf dem Zielgerät die Netzwerkumgebung anzeigen. Dort finden Sie Ihr Zielgerät (s. Abb. 4).

Abb. 4: Der USB-Geräteanschluss erscheint im MAX unter „Mein System“, konfiguriert wird er jedoch in der Netzwerkumgebung.


In Szenarien mit mehreren Geräten oder wenn sich der Host-Computer während der Softwareinstallation im Ruhezustand befindet, können zwei bekannte Probleme auftreten. Weitere Informationen dazu finden Sie unter nachfolgenden Links.

 

Weiterführende Links

Konfigurieren von Firewalls für Hard- und Software zur Unterstützung von NI-Produkten

Bekannte Probleme bei Ethernet-over-USB