Was ist NI DataFinder?

Überblick

NI DataFinder wird mit NI DIAdem installiert. Bei DataFinder handelt es sich um einen Indizierungsdienst, der jedes benutzerdefinierte Dateiformat auf beschreibende Informationen (Eigenschaften) analysiert und eine Datenbank aus ebendiesen Informationen innerhalb der Datendateien erstellt. Diese Datenbank wird automatisch aktualisiert, sobald eine gültige Datendatei erstellt, gelöscht oder bearbeitet wird.

DataFinder kann man sich als iTunes für Datendateien vorstellen. Bei DataFinder wie auch bei iTunes handelt es sich um Verwaltungstools zum Nachverfolgen großer Mengen von Dateien. Bei iTunes wird mit der sog. Mediathek eine virtuelle Bibliothek erstellt, die Songs und deren Metadaten (Interpret, Titel usw.) verwaltet, während bei DIAdem eine Datenbank für alle Eigenschaften erstellt wird, die auf Datendateien geschrieben wurden. Die Mediathek von iTunes interpretiert ausschließlich Metadaten aus kompatiblen Dateiformaten (MP3, WAV usw.), während DataFinder nur Eigenschaften aus Dateien indiziert, die ein mit DIAdem registriertes DataPlugin besitzen. Das DataPlugin ordnet benutzerdefinierte Dateiformate dem TDMS-Modell zu, dessen Eigenschaften in einer Datei, einem Kanal oder einer Kanalgruppe festgehalten sind.

Inhaltsverzeichnis

  1. Auswählen von Ordnern für die Indizierung
  2. Suchen nach Dateien
  3. Erstellen einer benutzerdefinierten Anordnung
  4. Erweitern des Datenverwaltungssystems über den lokalen Rechner hinaus
  5. Erweiterte Funktionen von DataFinder
  6. Weitere Informationen:

Auswählen von Ordnern für die Indizierung

Nachdem Sie bestätigt haben, dass iTunes bzw. DataFinder für das Lesen von Dateien ausreichend konfiguriert wurde, müssen Sie beiden Programmen noch mitteilen, an welchem Ort nach den Dateien gesucht werden soll. iTunes sucht nicht in jedem Ordner auf dem PC nach Musikdateien. Stattdessen betrachtet iTunes nur Verzeichnisse, die über die Menüoption „Ordner zur Mediathek hinzufügen...“ ausgewählt wurden, oder in einem angegebenen iTunes-Musik-Ordner abgelegt sind. Eine ähnliche selektive Indizierung von Datendateien erfolgt bei DataFinder. Dateien lassen sich zu einem von drei Ordnern hinzufügen, die standardmäßig von DIAdem indiziert werden (C:\Benutzer\\Eigene Dokumente, C:\Benutzer\Öffentlich\Dokumente\National Instruments und C:\Programme\National Instruments\DIAdem \Beispiele). Alternativ klicken Sie auf „Suchbereiche“ und wählen Sie „Suchbereich hinzufügen...“ wie in Abbildung 1. Die selektive Indizierung verhindert ein Overhead von Systemressourcen, das sich aus der überflüssigen Indizierung von Dateien oder Ordnern ergibt, und ermöglicht zugleich die einfache Skalierbarkeit, falls neue Suchbereiche spezifiziert werden müssen. Zudem können Sie Suchbereiche entfernen, indem Sie mit der rechten Maustaste darauf klicken und „Suchbereich entfernen...“ wählen.

Abb. 1: Hinzufügen ausgewählter Ordner zur Indizierung von Metadaten in iTunes und DIAdem

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Suchen nach Dateien

Wenn die Suchbereiche individuell angepasst und Metadaten indiziert sind, stellt sich die Frage, wie das Verwaltungswerkzeug für die Suche nach der gewünschten Datei einzusetzen ist. iTunes wie auch DataFinder weisen eine webähnliche Suchleiste auf, die eine Liste gefilterter Ergebnisse auf Grundlage eingegebener Stichwörter ausgibt. Mithilfe von DataPlugins, die benutzerdefinierte Dateiformate auf dem TDMS-Modell abbilden, betrachtet die DataFinder-Suche alle Metadaten einer Datei, eines Kanals oder einer Kanalgruppe. DIAdem ermöglicht eine erweiterte Suche auf jeder der genannten Ebenen, damit exakt der gewünschte Datensatz gefunden wird. Für die Suche können auch gängige Platzhalter (*, ?) verwendet werden.

Abb. 2: Verwendung einer webähnlichen Suche zum Auffinden von Dateien in iTunes sowie
Einsatz von Wildcards bei der erweiterten Suche in DIAdem DataFinder

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Erstellen einer benutzerdefinierten Anordnung

Beim Musikhören will man die Titel eines Albums eventuell nicht hintereinander hören. Hierfür ermöglicht iTunes das Erstellen einer Wiedergabeliste, mit der Nutzer bestimmen können, in welcher Reihenfolge sie ihre Titel anhören möchten. Bei der Arbeit mit den Daten möchte man auch häufig die Ergebnisse aus verschiedenen Testläufen miteinander vergleichen. Im DIAdem-Datenportal können Daten auf der Datei-, Kanal- oder Kanalgruppen-Ebene selektiv zum Erstellen einer „Daten-Wiedergabeliste“ geladen werden. Anschließend kann eine Kopie dieser Daten-Wiedergabeliste für die Wiederverwendung gespeichert werden, wobei gewährleistet ist, dass keine Ausgangsdateien überschrieben werden.

Abb. 3: Eine individuell zusammengestellte Wiedergabeliste in iTunes sowie ein benutzerdefinierter Datensatz, der in das DIAdem-Datenportal geladen wurde

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Erweitern des Datenverwaltungssystems über den lokalen Rechner hinaus

DIAdem DataFinder ist das Kernstück der Produktlösung von National Instruments für das Datenmanagement und ist in erster Linie für Einzelanwender bestimmt. Daher ist die Funktionalität den Anforderungen größerer Gruppen gelegentlich nicht gewachsen, wenn auf Daten zugegriffen werden soll, die auf mehreren Rechnern verteilt sind. Daher bietet National Instruments zwei Optionen für das Datenmanagement an: DIAdem DataFinder und NI DataFinder Server Edition.


Mit DIAdem DataFinder können Anwender zwar einfach Testdaten suchen, die im lokalen Index gespeichert sind; allerdings ändern sich die Anforderungen, wenn eine Datenverwaltungslösung von einer größeren Anwendergruppe oder Abteilung genutzt wird. Für diese Anforderungen hat National Instruments die NI DataFinder Server Edition entwickelt. DataFinder Server Edition ist sofort einsatzbereit, da Testdateien entweder auf dem Server oder im Netzwerk indiziert werden, ohne dass Support durch IT oder Datenbank-Fachwissen erforderlich wäre. Informationen können auch gleichzeitig von mehreren Anwendern vom Server abgerufen werden, sodass die Produktivität in der Abteilung angehoben wird.

Abb. 4: My DataFinder ist für Einzelanwender bestimmt, NI DataFinder Server Edition hingegen für die Zusammenarbeit im Team

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Erweiterte Funktionen von DataFinder

Selektives Laden von Daten im Anschluss an eine Suche

Nach der Verwendung von DataFinder können ausgewählte Dateien entsprechend eingegebenen Suchparametern selektiv geladen werden. Sie können auch einen neuen Kanal erstellen basierend auf den gesuchten Eigenschaften; dafür wählen Sie einfach die Eigenschaft und platzieren diese per Drag-and-drop im Datenportal. Der Einsatz von DataFinder für das Speichern von Eigenschaftsinformationen ist ein einfacher Weg zum Laden von Datenpunkten aus mehreren Dateien, um Ausreißer zu finden und mehrere Testläufe miteinander zu korrelieren.

Abb. 5: Erstellung eines neues Kanals, der nur Höchstwerte umfasst, die über 52 liegen

Suche nach dem Eigenschaftsbereich mit einem Klick

Da DataFinder die Metadaten von Dateien indiziert, beobachtet das Programm nicht nur den Eigenschaftsnamen, sondern auch den Eigenschaftswert. Bei der erweiterten Suche können Sie auf die letzte Schaltfläche einer Anfrage klicken, um ein Dialogfeld zu öffnen, das den Bereich der gewählten Eigenschaft anzeigt. Diese Einstellung kann zum Festlegen eines Schwellwerts für die Suche genutzt werden oder aber für die Suche nach dem Kanal mit dem absoluten Höchstwert.

Abb. 6: Suche nach dem Eigenschaftsbereich mit einem Klick

Diese Funktion vererbt Eigenschaften. In diesem Fall besteht die erste Eigenschaft darin, Dateinamen zu finden, die mit TR_* beginnen. Bei der zweiten Eigenschaft, bei der man den Wertebereich „Maximum“ betrachtet, wird nur in den Dateien beginnend mit TR_* gesucht.

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Weitere Informationen:

NI DataFinder ist eine der Hauptfunktionen von DIAdem, die Anwender zur Produktivitätssteigerung bei der Datennachbereitung verhelfen. Über die folgenden Links können Sie mehr zu DataFinder und DIAdem erfahren.

NI DIAdem
NI DataFinder
DIAdem-Hilfe: Definieren von Suchbereichen
DIAdem-Hilfe: Suchen von Daten auf einem anderen Rechner des Netzwerks
DIAdem-Hilfe: Sortieren von Suchergebnissen
DIAdem-Hilfe: DataFinder
DIAdem-Hilfe: My DataFinder
Einrichten von DataFinder Federation

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