Vorteile der PC-gestützten DatenprotokollierungPC-gestützte vs. herkömmliche DatenprotokollierungIn den Anfängen der Datenaufzeichnung wurden Messungen manuell durchgeführt, die Daten schriftlich festgehalten und anschließend auf einem Diagrammblatt dargestellt. Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde dieser Prozess mithilfe eines Messschreibers, der Ergebnisse mechanisch in Liniendiagramme auf Papierbahnen aufzeichnete, automatisiert. Messschreiber bedeuteten zwar einen riesigen Fortschritt gegenüber der manuellen Aufzeichnung, allerdings hatten auch sie einige Nachteile. Heutzutage werden Daten am häufigsten mithilfe eines Datenloggers aufgezeichnet. Dabei handelt es sich um Stand-alone-Messgeräte zur Messung von Signalen, die anschließend in digitale Daten umgewandelt und intern gespeichert werden. Viele Datenlogger verfügen über eine integrierte Anzeige und sind in der Lage, Daten für die Offline-Analyse, dauerhafte Speicherung oder Berichterstellung an einen PC zu übertragen. Die stetige Verbesserung der PC-Leistung brachte zudem die Entwicklung neuer PC-gestützter Messgeräte mit sich. PC-gestützte Datenlogger haben mehr zu bieten als nur die grundlegenden PC-Anbindungsmöglichkeiten herkömmlicher Datenlogger. Bei ihnen ist der PC Teil des Systems, wobei sie von der stetig wachsenden Leistungsfähigkeit von PC-Prozessor, -Festplatte, -Anzeige und -I/O-Bussen profitieren. Die 5 wichtigsten Vorteile der PC-gestützten Datenprotokollierung
1. EchtzeitanzeigeBei einem herkömmlichen Stand-alone-Datenlogger müssen zuerst die Daten aufgezeichnet und anschließend manuell an einen PC übertragen werden, bevor sie in eine Tabellenansicht oder ein Programm zur Datendarstellung importiert werden können. Da ein PC-gestützter Datenlogger bereits mit dem PC verbunden ist, werden Messungen live und in Echtzeit auf dem PC-Monitor angezeigt, so dass Ergebnisse sofort zur Verfügung stehen. Mithilfe von Programmierumgebungen wie z. B. NI LabVIEW lassen sich individuelle Benutzeroberflächen erstellen, mit denen Messgeräte gesteuert und Ergebnisse dargestellt werden können. Zur Erstellung einer Benutzeroberfläche in LabVIEW müssen einfach nur grafische Bedien- und Anzeigeelemente per Drag and drop auf der Oberfläche abgelegt werden. ![]() 2. Inline-AnalyseBei einem herkömmlichen Datenlogger werden Datenanalysen in der Regel offline und nach der Übertragung der Daten an einen PC durchgeführt. Ein PC-gestützter Datenlogger hingegen kann von der Verarbeitungsleistung von Multicore-Prozessoren und dem stetig wachsenden PC-Speicherplatz profitieren und somit Signalverarbeitung und -analyse während der laufenden Datenerfassung durchführen. LabVIEW bietet viele gängige mathematische und Signalverarbeitungsfunktionen mit Konfigurationsassistenten, wodurch Messungen einfach analysiert werden können. ![]() 3. Benutzerdefinierte FunktionenHerkömmliche Datenlogger sind in der Regel auf die vom Hersteller vorgegebenen Hard- und Softwarefunktionen beschränkt. Diese erfüllen problemlos allgemeine Aufgaben, reichen jedoch möglicherweise nicht für besondere Anwendungsanforderungen aus. Solche wären z. B. die bedingte Protokollierung von Daten oder die Erzeugung individueller Alarme, für die keine Funktionen in den Datenlogger integriert sind. Bei PC-gestützten Datenloggern handelt es sich um softwaredefinierte Messgeräte. Das bedeutet, dass die Funktionen des Geräts über die Software festgelegt werden, die den Anwendungsanforderungen entsprechend angepasst werden kann. Mithilfe von LabVIEW lassen sich Funktionen für benutzerdefinierte Alarme, Protokollierungsvoraussetzungen, Berichterstellung und Signalanalyse einfach festlegen. Daten können dabei in so gut wie alle Dateiformate protokolliert werden, um sie in andere Programme zu importieren oder anderen Anwendern zur Verfügung zu stellen. ![]() 4. Datenspeicherung im Terabyte-BereichDer Datenspeicher ist ein wichtiger Bestandteil eines Datenloggers. Es lassen sich nur so viele Daten protokollieren, wie der Speicher des Geräts aufnehmen kann. Herkömmliche Datenlogger sind somit aufgrund der Größe des integrierten Speichers in ihrer Funktion beschränkt. Bei PC-gestützten Datenloggern wird zur Protokollierung der Festplattenspeicher des PCs genutzt. Gängig ist heute der Einsatz von PC-Festplatten mit einer Speicherkapazität im Terabyte-Bereich, die nicht nur genügend Speicherplatz für aktuelle Messungen bieten, sondern auch für die dauerhafte Datenablage. 5. NetzwerkanbindungBei Anwendungen, die eine Langzeitüberwachung über Tage oder Wochen erfordern, kann es schwierig werden, die Ergebnisse kontinuierlich zu überprüfen. Dann bietet sich eine dezentrale Überwachung an, bei der die Ergebnisse von einem anderen Ort aus eingesehen werden können. Ein PC-gestützter Datenlogger kann an ein Netzwerk angeschlossen werden, um darüber Ergebnisse zu übertragen. Mit LabVIEW lassen sich hierfür individuelle Alarmbedingungen, bei denen E-Mail-Benachrichtigungen versendet werden, oder sogar Webdienste erstellen, mit denen Ergebnisse über eine webbasierte Anwendung angezeigt werden. ![]() Was möchten Sie messen? In unserem Konfigurator finden Sie alle Messtypen. Mit nur wenigen Klicks gelangen Sie zur Produktempfehlung. |




